Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Morgen dicke Backen beim Brass-Feuerwerk
Marburg Morgen dicke Backen beim Brass-Feuerwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:01 30.05.2018
Banda Internationale spielt Musik aus Afrika, Osteuropa, dem ­Nahen Osten und Kolumbien.  Quelle: Moritz Schlieb
Marburg

Auf der Bühne bietet das Broken Brass Ensemble aus den Niederlanden ein regelrechtes Feuerwerk des Brass, die Banda Internationale wird gemeinsam mit geflüchteten Musikern aus dem Raum Dresden auf der Bühne stehen, Marshall Coopers Bläserspektakel gibt sich rockig und funkig und die Studierenden-BigBand Marburg startet jazzig beswingt in den Abend.

Das Festival findet an dem Termin statt, der seit vielen Jahren für das A-Cappella-Festival „Nacht der Stimmen“ reserviert war. „Das war mit der Zeit vielleicht zu sehr eine Selbstverständlichkeit geworden“, sagt Simone Plefka vom KFZ – und damit auch weniger gut besucht.

Daher habe das KFZ-Team beschlossen, ein neues Format auszuprobieren, was aber nicht bedeutet, dass die Fans der ­A-Cappella-Nacht in die Röhre schauen: „Wir wollen das ­A-Cappella-Festival künftig alle zwei Jahre stattfinden lassen“, sagt Plefka. Ob im Wechsel mit dem Brass-Festival, werde sich noch herausstellen, auch, ob man vielleicht künftig sogar beide Formate in einem Jahr zeigen wird.

Erst einmal muss sich das BrassBoomBang-Festival bewähren, aber ein Blick auf das Programm legt nahe, dass das gelingen wird.
Das Broken Brass Ensemble ist keine typische Brass-Band. Die niederländische Gruppe mischt traditionellen New Orleans Brass mit Stilrichtungen wie Hip-Hop, Funk, Soul, Dance und Jazz zu einem mitreißenden Sound.

Berühmt für die fantastische Live-Schau

Der Ruf der Gruppe als fantastische Live-Band brachte ihnen im Vereinigten Königreich bereits ausverkaufte Shows in London, Manchester, Exeter und Norwich sowie Festivalauftritte in Frankreich, England, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Belgien ein.

15 Jahre machte die Brassband „Banda Communale“ in Dresden Musik, ehe sie sich 2015 entschied, in Zukunft als „Banda Internationale“ gemeinsam mit geflüchteten Musikern aus dem Raum Dresden auf der Bühne zustehen. Das Repertoire der Banda Internationale enthält zum großen Teil Musik aus den Krisenregionen der Welt: ­Nordafrika, Balkan, Naher Osten, Kolumbien, West-, Ost- und Zentralafrika, Osteuropa. Als mittlerweile fast 20-köpfiges Kollektiv haben sie ein großes gemeinsames Ziel: Heimatmusik, ganz egal wo diese Heimat ist oder war, neu zu interpretieren, Herzen zu öffnen, Vorurteile und Ressentiments abzubauen.

Marshall Coopers rockiger Brass-Band-Sound überschreitet die festgetrampelten Pfade zu Pop, Funk and Surf, TexMex, Rhythm and Blues und den Soundtracks des legendären Indie- und Exploitation-Kinos. Marshall Coopers Kompositionen sind ein Mix aus schneidigem Bläserspektakel und der ungenierten Attitüde legendärer Rockbands der Achtziger- und Neunzigerjahre.

Die Studierenden-BigBand Marburg – das sind eine Sängerin, ein Sänger, fünf Trompeten, fünf Posaunen, sechs Saxofone, Gitarre, Bass, Klavier, Percussion und Schlagzeug. Die Band besteht überwiegend aus Studierenden der Philipps-Universität Marburg und spielt ein Repertoire aus traditionellem Jazz und Swing, aber auch Funk, Latin, Rock- und Pop-Stücke. Wer sie einmal gesehen hat, weiß, dass diese Mischung gute Stimmung garantiert.

Das Festival beginnt an Fronleichnam (31. Mai) um 17 Uhr auf der Schlossparkbühne. Der Veranstalter empfiehlt dem jeweiligen Wetter angemessene Kleidung. Bei Schlechtwetter-Prognose findet das Konzert im Erwin-Piscator-Haus statt. Die Entscheidung fällt am 29. Mai und kann unter www.kfz-marburg.de eingesehen werden. Unter dieser Adresse gibt es auch Karten im Vorverkauf.

von Heike Döhn