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Marburg Juwel der Filmgeschichte neu entdeckt
Marburg Juwel der Filmgeschichte neu entdeckt
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17:37 16.07.2012
Vor Beginn der Filmvorführung durften die Besucher das alte Brunnengewölbe besichtigen.Foto: Nadja Schwarzwäller
Marburg

Eine alte Glockengießerei in Maribor, das im Film noch „Marburg an der Drau“ heißt. Man erzählt sich die Legende eines Goldschatzes, der während der Türkenkriege 1684 zurückgelassen worden sein soll. Geselle Svetelenz macht sich heimlich auf die Suche, um die Tochter des Meisters zu beeindrucken. Die verliebt sich jedoch in den neuen Gesellen Arno, der nun ebenfalls zum Jäger des Schatzes wird. Das ist die Handlung des Films „Der Schatz“ aus dem Jahr 1923, mit dem der damals 28-jährige G. W. Pabst sein Regiedebüt gab.

Lange Zeit war der Film in Vergessenheit geraten, bevor er 1998 wieder entdeckt und in einer großen und aufwändigen Prozedur restauriert wurde. Über diese Hintergründe informierten bei der Vorführung des Films am Samstagabend im Rittersaal des Landgrafenschlosses Sarah Völker und Lisa Volk, die in Marburg „Kunst, Musik und Medien“ studieren. Ziel sei es gewesen, dass die Zuschauer heute genau den Film sehen können, wie Pabst gewollt hatte, dass man ihn sieht. Das ist für heutige Sehgewohnheiten stellenweise skurril, gerade deshalb aber auch spannend.

Die Restauration dauerte ein Jahr, so die beiden Studentinnen, und dabei musste nicht nur das in die Jahre gekommene Filmmaterial wiederhergestellt werden. Die Filmmusik - eine extra für den Film passgenau komponierte Sinfonie von Max Deutsch - wurde ebenfalls neu eingespielt. Zu sehen und hören war das Ergebnis im Rahmen der Schlossfestspiele „3 Tage Maribor“ im Rittersaal. Zuvor hatten die Veranstalter von „musica europa“ die Besucher zu einer kleinen Einführung in das alte Brunnengewölbe des Schlosses eingeladen.

Elemente der dortigen Baukunst lassen sich nämlich auch in der Filmarchitektur finden, wie Kerstin Weiß vom Verein musica europa erläuterte; zum Beispiel im höhlenartigen Haus des Glockengießers, das die hermetisch abgeschlossene Welt symbolisiert. Diese Architektur war natürlich eine nachgebaute und sie sollte die Atmosphäre der damaligen Zeit treffen, so Weiß. Atmosphäre schnuppern durften die Besucher der Veranstaltung dann auch noch kurz: Stadtführer Manfred Brückner nahm sie mit zum 98 Meter tiefen Schlossbrunnen. Derart eingestimmt wurde die Filmvorführung dann zu einer Zeitreise der besonderen Art.

Von Nadja Schwarzwäller

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