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Jugendzirkus erzählt von den Azteken

Zirkus aus Costa Rica Jugendzirkus erzählt von den Azteken

Der Circo Fantazztico aus Costa Rica macht am Montag, 11. Juli, auf seiner Europatournee Station in der Waggonhalle. 35 Artisten, Musiker und Techniker präsentieren die Produktion „Ixmucane“, das sich mit den alten Hochkulturen Mesoamerikas befasst.

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Clownerie und Artistik auf hohem Niveau.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Hinter dem Circo Fantazztico steht das Sozialprojekt „Vida Nueva“, das auf der Arbeit eines jungen internationalen Freiwilligenteams basiert. Seit 2002 setzt „Vida Nueva“ Zirkuspädagogik ein, um sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus den Slums der Stadt San Isidro zu helfen.

Durch ihre Mitarbeit an dem Zirkusprojekt erleben die Jugendlichen eine soziale Gemeinschaft und einen Ort, an dem Alkohol und Drogen keinen Platz haben - ein Artist darf schließlich nicht benebelt sein. „Crack ist in San Isidro an jeder Ecke zu haben“, sagt der Marburger Robert Sabo, dessen Sohn Milan beim „Vida Nueva“ mitarbeitet und schon zum zweiten Mal den Auftritt der Truppe in Marburg organisiert.

Robert Sabo hat seinen Sohn und das Projekt in Costa Rica besucht und das Elend in den Vierteln, aus denen die Jugendlichen stammen, gesehen. Nun rührt er die Werbetrommel für das Gastspiel in der Waggonhalle, denn der Circo Fantazztico muss seine Tournee allein aus den Eintrittsgeldern finanzieren.

Er gastiert an Orten, zu denen über die Mitarbeiter des Projekts eine Beziehung besteht - weil Milan Sabo in Wien studiert, wird der Zirkus auch dort Station machen. Monatelang haben die Mitwirkenden trainiert, haben ihre Stärken entdeckt und sind intensiv gefördert worden.

Nachdem bei der Show, die vor zwei Jahren in Marburg zu sehen war, vor allem jüngere Artisten zu sehen waren, sind jetzt auch ältere Jugendliche dabei, die die Tour auch als Startbrett für eine Karriere im Zirkus- oder Artistenmilieu nutzen wollen. Der jüngste ist zehn Jahren, andere sind bereits 18 Jahre alt.

Aktuell arbeitet „Vida Nueva“ in Costa Rica mit etwa 250 Kindern und Jugendlichen aus sechs Außenviertel der Stadt. Das ganze Jahr über tritt er auf nationaler Ebene bei kulturellen Veranstaltungen auf. Auf seiner Tour präsentiert er Zirkustheater mit Elementen von Jonglage, Partner-Akrobatik, Trapez, Einrad, Stelzen, Clownerie und Tanz, und das alles mit Live--Musik.

Mit „Ixmucane“ wollen die Artisten die Bedeutung der mesoamerikanischen Kultur aufzeigen und Einblick geben in das Leben der Mayas, Azteken und anderer indigener Völker.
Der Circo Fantazztico beginnt am Montag, 11. Juli, um 20 Uhr.

von Heike Döhn

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