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Marburg Ausverkaufte Bruce-Springsteen-Nacht
Marburg Ausverkaufte Bruce-Springsteen-Nacht
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00:16 01.01.2019
Sie rockten das Haus (v.l.): Burkhard zur Nieden, Robert Oberbeck, Philipp Kalabis, Timo Henkel und Andreas Kaiser. Quelle: Manfred Schubert
Marburg

„Eigentlich dachte ich, mit dem Wechsel vom Szenario in die Waggonhalle das Platzproblem gelöst zu haben. Nun sind bereits seit vier Wochen 250 Tickets weg und wir hätten weit mehr Karten verkaufen können. Erklären kann ich mir das nicht“, wunderte sich Robert Oberbeck.

Wenn man in die Gesichter der Besucher schaute, sah, wie sie sich freuten, viele der Lieder teilweise oder ganz mitsangen, klatschten und sich im Takt bewegten, dann konnte man es schon verstehen. Man merkte einfach, dass alle Akteure mit Herzblut und Spaß dabei waren, ganz abgesehen vom musikalischen Können, mit dem sie ihren Versionen der Songs von Bruce Springsteen ihren ganz persönlichen Stempel aufdrücken, sie nicht einfach nur nachspielen.

Konzert dient gutem Zweck

Und auch der gute Zweck, dem das Konzert dient –  Gagen, Eintritt und ein Teil der Einnahmen der Waggonhalle gehen an die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg – kommt an. Die Spendensau, die durch die Halle wanderte, war schon lange vor dem Schluss gut gefüllt.

Robert Oberbeck und Freunde präsentierten eine Bruce-Springsteen-Nacht in der ausverkauften Waggonhalle.

Der erste Teil des Konzerts war den ruhigeren Stücken von Springsteen, dem wichtigsten Vorbild des Singer-Songwriters Oberbeck, gewidmet. Unterstützt wurde er dabei von Marburger Musikern: von Philipp Kalabis unter anderem an Gitarre, Saxofon und Mundharmonika sowie beim Gesang, von Burkhard zur Nieden am Akkordeon und Gitarrist Dennis Wutzke.

Es ging los mit Liedern wie „Growin‘ up“, „My city of ruins“, „Across the boarder“ und dem solo von Oberbeck vorgetragenen „Out in the street“.

Großes Fest mit der Musik vom "Boss"

Nach der einzigen Pause änderte und vergrößerte sich die Besetzung der „M Street Band“. Dennis Wutzke ging, dafür kamen Schlagzeuger Timo Henkel, Bassist Steffen Wutzke, Keyboarder Jens Flach sowie Gitarrist und Sänger Andreas Kaiser. Entsprechend rockiger und lauter wurde es und das Publikum wurde immer mehr mitgerissen.

Mindestens die Hälfte davon war schon einmal bei einem Konzert von Springsteen dabei gewesen, zeigten die auf die Frage von Oberbeck von in die Höhe gereckten Hände. Bei „Streets of Philadelphia“, „Working on the highway“ oder „I‘m goin‘ down“ sang das Publikum mit, bei „Waitin‘ for a sunny day“ schwenkten die ­Zuhörer die Arme und bei „Hungry Heart“ übernahm das Publikum komplett den Gesang der ersten Strophe. Es war ein großes Fest mit der Musik des „Boss“, das die Musiker mit seinen und ihren Fans ausgiebig zelebrierten.

von Manfred Schubert