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Marburg Im Wirtshaus geht es hoch her
Marburg Im Wirtshaus geht es hoch her
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20:42 21.10.2011
Andreas (Pit Metz) und Paula (Daniela Vogt) singen revolutionäre Lieder. Und der Wirt (Willi Schmidt) will mal wieder die Preise erhöhen. Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das echte Wirtshaus an der Lahn wurde 1970 abgerissen, an seiner Stelle steht nun das als „Affenfelsen“ bekannte Hochhaus. In der Waggonhalle aber ist es wieder auferstanden, mit einem aufwändigen Bühnenbild über zwei Ebenen und mit großer Liebe zum Detail in der Ausstattung.

Die Geschichte, die Willi Schmidt zusammen mit den Darstellern erarbeitet hat, spielt 1919. Das Wirtshaus ist ein Treffpunkt für ganz unterschiedliche Menschen: Arbeiter, die dort ihr Bier trinken, Dirnen, die ihrem Geschäft nachgehen, Leute vom Land, die ihre Waren abliefern, Nichtsnutze, Raufbolde, Sektierer und Agitatoren unterschiedlicher politischer Couleur.

Auch eine Frauenrechtlerinnen- Gruppe hält ihre Treffen im Versammlungsraum ab. Aus den Begegnungen dieser Figuren entspinnen sich viele Geschichten: Die von Vicky, die mit dem Zirkus durchgebrannt ist und jetzt als Hure für den geldgierigen Wirt Papa Lupus arbeitet.

Die von Hanna, die ihr Glück in Berlin als Sängerin machen wollte und nun im Wirtshaus die Gäste unterhalten muss. Vom roten Andreas, der sich die freie Republik erträumt und dafür bitter büßen muss. Von Anne-Mi aus dem Ebsdorfergrund, die sich aus der Enge des Dorfes heraussehnt oder vom Hausmädchen Emma, das von einer Abhängigkeit in die nächste stolpert.

von Heike Döhn

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