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Marburg Im Schlosspark wird es gruselig
Marburg Im Schlosspark wird es gruselig
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08:30 22.07.2011
Gut gelaunt präsentiert sich das Ensemble um Peter Radestock (vierter von rechts). Quelle: Nadja Schwarzwäller

Ebsdorfergrund. Noch ist es nicht die herrliche Kulisse des Schlosses in Rauischholzhausen, in der geprobt wird, sondern eine versteckte Wiese auf der „Elsenhöhe“ im Marburger Stadtteil Marbach.

Dort ist die Truppe um Peter Radestock völlig ungestört – abgesehen von den Hunden der Nachbarschaft und einer besorgten Spaziergängerin, die angesichts der offenbar absolut überzeugenden Schreie von der Probenbühne hinüberruft, ob jemand Hilfe braucht.

Das „Phantom der Oper“ steht auf dem Spielplan für Rauischholzhausen, in einer Schauspielfassung von Cornelia Wagner. „So viele geeignete Stücke, die in dieser Kulisse funktionieren, gibt es gar nicht“, sagt Peter Radestock. Das Flair des Schlosses soll genutzt werden und dazu eignet sich die Geschichte um das entstellte „Phantom“, das sich in Ballettmädchen Christine verliebt, deren Herz wiederum Raoul, dem Vicomte de Chagny gehört, perfekt.

Als Musical von Andrew Lloyd Webber gelangte der Stoff aus dem Schauerroman des Franzosen Gaston Leroux zu Weltruhm. Und wer die Geschichte nun endlich verstehen wolle, der solle nach Rauischholzhausen kommen, scherzt Peter Radestock.

Als sich das Hessische Landestheater unter der neuen Intendanz von Matthias Faltz entschlossen hatte, seine Freilicht-Aufführungen in diesem Sommer nicht mehr in Rauischholzhausen stattfinden zu lassen, sei er immer wieder darauf angesprochen worden, erklärt Radestock. Er hat sich daraufhin mit dem Veranstalter Depro Concert zusammen getan, um die Schlossfestspiele fortzuführen. Herzstück ist wie gewohnt die Theateraufführung.

Vom 10. bis zum 25. August wird es insgesamt 13 Aufführungen von „Phantom der Oper“ geben, jeweils ab 20.30 Uhr, am 21. August auch eine Nachmittagsvorstellung ab 16 Uhr. Am 13. und am 20. August findet nach der Vorstellung eine „Gruselnacht“ mit Lesungen im düsteren Schlosspark statt.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.depro-concert.de.

von Nadja Schwarzwäller

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