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Ikone sein, das ist nicht leicht

Anne Clark Ikone sein, das ist nicht leicht

Sie singt nicht – sie spricht vielmehr. Und genau deshalb lieben sie ihre Fans. New-Wave- Ikone Anne Clark füllte am Donnerstagabend das KFZ.

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Mit viel Gefühl sang sich Anne Clark in die Herzen der Konzertbesucher.

Quelle: Christoph Spieker

Marburg. Ikone sein ist nicht leicht. Und die Last, die seit wegweisenden Stücken wie „Sleeper in Metropolis“ oder „Our Darkness“ aus den frühen 1980er Jahren auf den Schultern von Anne Clark ruht, ist riesig
Wer die Britin nur daher kennt, wurde am Donnerstag überrascht. Doch den größten Beitrag zu einem ausverkauften Kulturladen lieferten ohnehin langjährige Fans, die mit dem breiten musikalischen Können der Musikerin vertraut waren und entsprechend begeistert wurden.

Und so ließ sich auch Anne Clark zu Komplimenten hinreißen: „Marburg is the most beautiful town in Germany!“ Die 50-Jährige zeigte sich ansonsten äußerlich eher unberührt. Sie ließ ihre Songtexte sprechen – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in den Liedern ihres aktuellsten Albums „The Smallest Acts of Kindness“ blieb Clark sich in Sachen „Gesang“ treu.

Sie spricht ihre Texte eher als dass sie sie singt. Natürlich so intensiv und so nachdrücklich betont, dass sie stilbildend wirkte. Die oft als Schöpferin der New-Wave/Dark-Wave-Bewegung Betitelte verlieh dadurch auch bei ihrem neuerlichen Auftritt in Marburg ihren Songs eine Nachdrücklichkeit, die durch Mark und Bein geht.

von Christoph Spieker

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

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