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Marburg "Iiiieeehh": Maden und anderes Getier
Marburg "Iiiieeehh": Maden und anderes Getier
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17:26 01.02.2013
Mark Benecke macht Späße mit den Kindern während seine Frau Lydia, eine Kriminalpsychologin, recht große Schaben über ihre Hände krabbeln lässt.Foto: Angelika Fey
Marburg

„Iiiiieeeehh!!!“ schallt es nicht nur einmal durch den Kinosaal im Cineplex als Mark Benecke am Samstagnachmittag seine Fotos zeigt, auf denen Schweineaugen voller Maden und halb verweste Mäuse zu sehen sind. Ekel überkommt Sie, wenn Sie sich das vorstellen? Und Sie wollen schon jetzt nicht mehr weiterlesen? Diese Reaktion teilen Sie mit vielen anderen Erwachsenen. Auch bei der Show von Mark Benecke sind es vor allem die Eltern, die angewidert wegschauen. Beim ‚iiieehhh’ der Kinder ist dagegen Spaß am Ekel und vor allem viel Neugier mit dabei. Die Kinder haben keine Hemmungen, mit der Hilfe von Fliegenmaden Bilder zu malen und Schaben über ihre Hand laufen zu lassen.

Eben diese kindliche Neugier will Mark Benecke mit seinem neuen Buch fördern. „Das knallt dem Frosch die Locken weg! Experimente für kleine und große Forscher“ ist vor knapp einem Jahr im Oetinger Verlag erschienen. Im Rahmen des Marburger Lesefestes war Mark Benecke nun zu Gast im Cineplex und las nicht einfach vor, sondern präsentierte vor 240 Kindern und Erwachsenen eine interaktive Experimenteshow.

Mark Benecke beschäftigt sich sonst mit Mordfällen, die nichts für Kinder sind. Er ist forensischer Entomologe und stellt zum Beispiel durch die Analyse von am Tatort herum krabbelnden Insekten fest, wie lange eine Leiche schon dort lag. Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wirkte er an der Aufklärung spektakulärer Kriminalfälle mit. Bekannt ist er auch aus dem Fernsehen, wo er etwa in den Sendungen „Medical Detectives“ (Vox) oder „Autopsie - Mysteriöse Fernsehfälle“ (RTL II) als Experte auftrat.

Wenn Benecke mit Kindern experimentiert geht es aber nicht um die Aufklärung von Mordfällen, sondern um die Freude am Quatschmachen, um das Aufstellen und Abwägen von Hypothesen und darum, ungeprüfte Vorurteile gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Wir Naturwissenschaftler prüfen immer alles. Ihr sollt nichts glauben, besonders nicht mir oder euren Eltern“, fordert Benecke die Kinder zum eigenen Nachdenken auf. Benecke versucht nie die Kinder mit den Insekten oder seinen Fotos zu erschrecken. Weil er alles erklärt, macht es keine Angst.

Am Ende der Veranstaltung weiß man mehr über Maden, Fliegen, Bärlappsporen, Glasscherben und Schaben. Aber vor allem haben die Kinder gelernt, ihren eigenen Forscherimpulsen nachzugehen.

„Das knallt dem Frosch die Locken weg. Experimente für kleine und große Forscher“ ist im Oetinger Verlag erschienen, empfohlen für Kinder ab 10 Jahren und kostet 14,95 Euro.

von Angelika Fey

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