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Marburg „Ich kann Wurzeln imitieren“
Marburg „Ich kann Wurzeln imitieren“
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20:30 13.12.2010
Glückspilz oder Pechvogel? Gast Jörg Martin wird auf der Bühne von „Waschkraft“ angefleht: „I wanne be loved by you“. Quelle: Ines Dietrich.

Marburg. Die Qualität des Abschiedsprogramms der A-cappella-Formation, das am Freitag zum Abschluss des Kabarettherbsts im KFZ zu sehen war, unterstützt die These: Wie immer begeistert „Waschkraft“ mit dem bewährten Mix aus Klamauk, originellen, sprachlich einwandfreien Texten und höchster Musikalität.

Da hat sich nichts geändert in den letzten Jahren, eher ist das Quartett noch ein bisschen besser, noch ein bisschen pointierter, noch ein bisschen professioneller geworden. Nun also zum letzten Mal „Waschkraft“.
Zum Glück haben die munteren Rheinländer auf ihrer Abschiedstour Marburg nicht vergessen, wo sie vor einigen Jahren bei der „Nacht der Stimmen“ die Herzen des Publikums im Sturm erobert hatten und seither in regelmäßigen Abständen wiederkommen.

Im voll besetzten KFZ sitzen viele Fans, die bereits bei den ersten Tönen des ersten Liedes begeistert applaudieren und sich dann genüsslich den herrlich-skurrilen Texten, absurden Choreografien und stetig dahinplätschernden Bühnen-Kalauern hingeben.

„Es folgt nun eine kulturell anspruchsvolle Darbietung – tut uns leid, darauf waren sie wahrscheinlich nicht vorbereitet“, erklärt etwa Peter Philipp tiefernst und dann singt Immo Blumhoff von der Notwendigkeit, als Künstler einen eigenen Stil zu entwickeln, um unverwechselbar zu sein.

Seine besondere Fähigkeit kommt dann im Kehrvers zum Vorschein: „Ich kann Wurzeln imitiern“, singt er und windet sich unter dem brüllenden Gelächter des Publikums in eine groteske Stellung hinein, die eine Rettichwurzel darstellen soll.

von Ines Dietrich

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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