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Hurra, hurra, die Französinnen sind da

Marburg-Doku geplant Hurra, hurra, die Französinnen sind da

Viele Marburger erinnern sich noch an den in München lebenden Filmemacher Michael Wulfes. Und ganz besonders an seinen wunderbaren Dokumentarfilm „Der Tag, an dem die Beatles (beinahe) nach Marburg kamen“, mit dem er seiner Heimatstadt 2005/06 ein liebevolles Denkmal gesetzt hat.

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Marburg. Jetzt plant der 1948 in Marburg geborene Regisseur einen neuen Film - möglichst wieder in seiner Heimatstadt Marburg: Es geht um die deutsch-französische Freundschaft aus Sicht der Kleinstadtjugend. Am 22. Januar 2013 jährt sich das politische Ereignis, das die schrittweise Annäherung Frankreichs und Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg in Bewegung setzte. Am 22. Januar 1963 besiegelten der damalige französische Staatspräsident Charles De Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den sogenannten „Elysée-Vertrag“, umreißt Wulfes das Projekt. Aus den beiden Staaten, die drei erbitterte Kriege gegeneinander führten, sollten gute Nachbarn, wenn nicht gar Freunde werden. Ein zentraler Baustein waren Jugendaustausche.

„Natürlich hat das nahende Jubiläum mein Interesse als Filmemacher geweckt, zumal ich zu diesem Thema sehr Persönliches bei zu steuern habe. Die Umsetzung des Vertrages hatte einen lebhaften Jugendaustausch zur Folge, der in meiner Heimatstadt Marburg ganz besonders zu spüren war.“ Ab Mitte der 1960er Jahre kamen junge Französinnen und Franzosen in den Sommermonaten nach Marburg, die für ein paar Wochen bei Marburger Gastfamilien wohnen und das Leben in Deutschland kennenlernen sollten. Jungs wie Wulfes waren vor allem von den Französinnen begeistert.

Wulfes sucht für seine Recherchen nun Marburger, die sich an die Partys im überfüllten Club E oder an andere Begegnungen mit jungen Franzosen erinnern, und ihm davon erzählen wollen: Wer hat sich damals über beide Ohren verliebt, was entstand aus dieser Liebelei? Wie reagierten die Eltern? Wer waren die Gasteltern, wer hat sie in seinem Geschäft, seinem Lokal erlebt? Und wer ist im Gegenzug nach Frankreich gefahren? Gibt es privates Film- oder Fotomaterial? Und ein Letztes: Wer hat in diesem Zusammenhang selber nichts Besonderes erlebt, kennt aber jemanden mit einer tollen Geschichte?

E-mail: wulfes2@t-online.de“ oder per Post: Michael Wulfes Filmproduktion, Georgenstraße 121, in 80797 München.

von Uwe Badouin

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