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Hommage an Robert Schumann

Frauenkammerchor Marburg Hommage an Robert Schumann

Chorlieder und Klavierstücke von Robert Schumann standen auf dem Programm des Konzertes im Marburger Schloss am Sonntagabend. Eine gelungene Verneigung vor dem großen Komponisten.

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Verneigung vor einem großen Komponisten: Der Frauen-Kammerchor Marburg interpretierte im Fürstensaal Lieder von Robert Schumann.Foto: Bettina Preussner

Marburg. „Schumann und kein Ende“ hieß das Motto des Abends, der ganz dem berühmten Komponisten gewidmet war. Der Chor wolle damit auch nach dem Jubiläumsjahr 2006 dem großen Romantiker die Ehre erweisen, erklärte Chormitglied Gisela Pohl.

Den Auftakt zu dem musikalischen Reigen machte Thorsten Larbig mit einer flotten Mazurka aus den Ball-Scenen. Dann der Auftritt des Frauen-Kammerchors: Das kleine Ensemble unter der Leitung von Reinhart Pohl sang mit viel Feingefühl und Engagement und überzeugte mit einem runden, harmonischen und gleichzeitig durchsichtigen Klang. Die Sängerinnen verstanden es sehr gut, den oft zarten und filigranen Liedern Schumanns Ausdruck zu verleihen und den besonderen Klang der Zeit lebendig werden zu lassen.

Das begann mit dem Lied „Waldmädchen“, einer von Schumanns Romanzen für Frauenstimmen. Das frische und fröhliche Stück erzählte vom wilden Tanz eines Mädchens, das durch die Natur wirbelt und den Jägern den Kopf verdreht. Um die erwachende Natur und ihren Zauber ging es auch in „Frühlingslied“, einem Stück aus Schumanns Lieder-Album für die Jugend. Besonders schön war der kunstvolle Doppelkanon mit dem Titel „Die Capelle“, der wenig später erklang. Jede Chorstimme sang hier ihren eigenen Text, so dass ein vielstimmiges, wunderbar schwebendes Klanggebilde entstand.

Robert Schumann hat in seinen Liedern häufig Werke romantischer Dichter vertont. Die Gedichte von Joseph von Eichendorff, Eduard Mörike und Ludwig Uhland erzählen von Liebe und Leid, von Kummer und Sehnsucht, von Trauer und Tod, von der Schönheit der Natur und märchenhaften Begegnungen. Um die Liebe und um Märchen ging es auch in den Liedern, die die Sopranistin Gabriele Hierdeis vortrug. Mit ihrer klaren und glockenhellen Stimme verzauberte sie die Zuhörer und zog sie in ihren Bann.

Sie sang unter anderem das Stück „Ihre Stimme“, eine zarte Vertonung eines Liebesgedichtes von August Graf von Platen. Die rund 200 Konzertbesucher zeigten sich begeistert und spendeten immer wieder viel Beifall.

Der Marburger Frauen-Kammerchor ist ursprünglich aus dem Kammerchor Marburg hervorgegangen. Das Ensemble hat sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur bekannte Kompositionen zu singen, sondern auch eher unbekanntere Werke der Musikliteratur. Konzerte aus den Bereichen Jazz, Swing und Musical ergänzen das vielseitige Repertoire.

von Bettina Preussner

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