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Marburg Das sind Ziele von Marburgs Studenten-Gruppen
Marburg Das sind Ziele von Marburgs Studenten-Gruppen
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00:18 01.07.2018
Christoph Purbs (rechts) wirft unter den Augen von Adrian Abel seinen Stimmzettel in die Wahlurne zur laufenden Hochschulwahl. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Das Studentenparlament ist die Interessenvertretung aller rund 27.500 Hochschüler. Neben Jusos, RCDS, CampusGrün, Liberale Hochschulgruppe und SDS-Linke – so etwas wie Jugendableger der großen Bundesparteien – sind Fachschaftspower und Mensaristische Einheitspartei angetreten.

Hier eine Kurzvorstellung der Anliegen der Gruppen:

  • Fachschaftspower: Anwesenheitspflichten in Seminaren und Vorlesungen sollen ebenso abgeschafft werden wie die Regel­studienzeit. Man wolle mehr ­Familienfreundlichkeit, Barriere­freiheit und studentische Freiräume schaffen.
  •  RCDS: Längere Öffnungszeiten aller Bibliotheken, Einführung eines einheitlichen Plastik-Studentenausweises, Sparkurs bei autonomen Asta-Referaten und grundsätzlicher Erhalt von studentischen Traditionen und Kultur sowie ein Ende „übertriebener politischer Korrektheit“ stehen im Mittelpunkt des Forderungskatalogs.
  • SDS-Linke: Semesterticket solidarisch finanzieren, keinerlei Gebühren im und für das Studium, mehr Förderung studentischer Initiativen und ein Verbot von Militär- und Rüstungsforschung an den Fachbereichen stehen im Wahlprogramm.
  •  Mensaristische Einheitspartei: Gratis Ketchup und Mayonnaise, täglicher Schnitzeltag, mehr vegetarische und vegane Gerichte, mehr Bier- und Weinsorten sowie Raucherraum und Tischkicker inder Mensa: So lauten die Ziele.
  • Jusos: Regelstudienzeit und Anwesenheitspflichten abschaffen, größere Auswahl an Gerichten in der Mensa, autonome ­Asta-Referate stützen, exklusive Frauensportangebote schaffen, Schwimmbadflatrate für Aquamar und Niederweimarer See in Studententicket integrieren sind wesentliche Vorhaben.
  •  CampusGrün: Neue Radwege zum Campus Firmanei und auf die Lahnberge sollen ebenso her wie Gratis-Luftpumpen an Uni-Standorten. Zudem soll es weniger Plastikverpackungen und mindestens zwei vegetarische Gerichte pro Tag in der Mensa geben.
  • Liberale Hochschulgruppe: Organisatorische und personelle Verkleinerung des Allgemeinen Studierendenausschusses­ (Asta), niedrigere Semesterbeiträge, eine Nutzung des UB-Foyers für Konzerte, Partys und Kunstausstellungen und günstigere Parkplätze für Studenten sollen umgesetzt werden.

Für den Uni-Senat, das über die Entwicklungsplanung der Philipps-Universität berät und das Präsidium – also auch Uni-Präsidentin Professor Katharina Krause – kontrolliert, kandidieren vier verschiedene Wählergruppen: Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, nicht-wissenschaftliches Personal und Studentenvertreter. Im Vorfeld gab es speziell wegen der Gründung einer dritten Professoren-Liste, die aber nur aus Medizinern besteht und deren Interessen in den Mittelpunkt rücken will, Wirbel.

Die Hochschulwahlen enden heute, die Stimmauszählung folgt unmittelbar nach Schließung der Wahllokale ab 15 Uhr.

von Björn Wisker