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Marburg Himmlische Klänge und irdische Freuden
Marburg Himmlische Klänge und irdische Freuden
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16:14 30.07.2012
Zarte Klänge aus längst vergangener Zeit: Das Vocalensemble „via nova“ präsentierte Lieder aus der Renaissance. Foto: Preussner
Marburg

Oft braucht es nur wenig für einen perfekten Klang: Sopran, Alt, Tenor, Bass. Das Vocalensemble „via nova“ aus Berlin ist klein, aber dafür umso klangmächtiger. Silberhell der Sopran (Linda Tan), samtweich der Alt (Franziska Läzer), strahlend der Tenor (Fabian Schellhaas), voll und klar der Bass (Bastian Pfau). Vier wunderschöne Stimmen, die sich am Freitagbend prächtig ergänzten. Die hervorragende Akustik der Marburger Kugelkirche tat ein übriges, um den Abend gelingen zu lassen.

„In paradisum“ lautete der Titel des Konzertes. Das Paradies sei schon immer ein Ort der Sehnsucht gewesen, erläuterte Sänger Bastian Pfau. Zu allen Zeiten hätten die Menschen das himmlische Jerusalem herbeigesehnt oder den Garten Eden gesucht, sowohl im Himmel als auch auf Erden.

Zum Auftakt erklang zunächst ein Reigen geistlicher Lieder. Zauberhaft und zart das „O Lord, in Thee is all my trust“ von Thomas Tallis, ebenso anrührend das „Sicut cervus“ von Giovanni Palestrina. Beide Renaissance-Komponisten haben Bibeltexte und Psalmen für ihre Lieder verwendet und auf ganz verschiedene Weise vertont.

Weiter ging es mit stimmungsvollen Madrigalen, einer damals ganz neuen Form weltlicher Musik. Um 1520 entstanden in Italien die ersten Madrigale, wenig später auch in anderen Ländern Europas. Dabei handelt es sich um mehrstimmige Vertonungen volkssprachlicher Texte, die oft von der Liebe und vom Alltagsleben erzählen. Frisch und fröhlich sind diese Lieder, getränkt von unverfälschter Lebensfreude. So schilderte der Komponist Sebastiano Festa in seinem Madrigal begeistert die Schönheit von 20 Brautjungfern, während Mateo Flecha el Viejo ein ausgelassenes Tanzfest nach einem Schiffbruch besingt.

Ergänzend zu den Madrigalen präsentierte das Ensemble moderne Volkslieder aus aller Welt, die aufgrund ihrer Schlichtheit sehr gut passten. Besonders schön war das verträumte schwedische Sommerlied „Uti var hage“, in dem Hugo Alfven die Stimmung auf einer blühenden Wiese lebendig werden lässt.

Am Schluss gab es tosenden Applaus für die sympathischen jungen Sängerinnen und Sänger. Die bedankten sich wiederum mit einer Zugabe.

von Bettina Preussner

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