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Himmlische Bilder bleiben ein Geheimnis

Ausstellung von Doris Conrads Himmlische Bilder bleiben ein Geheimnis

Dunkle Nachtwolken, ein heller Taghimmel, ein weiter Sternenkreis: Die Gemälde von Doris Conrads bringen den Betrachter zum Träumen.

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Die Marburger Malerin Doris Conrads steht neben einem ihrer „Hinmelsbilder“.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Mit einem Gottesdienst in der Universitätskirche wurde am Himmelfahrtstag die Ausstellung von Doris Conrads eröffnet. Professor Dr. Thomas Erne, Leiter des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst, hielt eine Predigt, in der er auf die Gemälde der Marburgerin einging. Zwei der Himmelsbilder von Doris Conrads hängen rechts und links vom Kreuz, direkt hinter dem Altar der Universitätskirche. „Die Bilder passen hier rein, als ob sie dafür gemacht wären“, erläuterte Erne. „Die Wolken auf den Bildern entziehen sich, sie sind flüchtig und nicht greifbar. Sie bleiben ein Geheimnis, ebenso wie die Zentralfigur des christlichen Glaubens.“

Die Ausstellung im Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst nebenan eröffnet einen weiten Blick in himmlische Gefilde. Doris Conrads Bilder wirken sehr anziehend: Da gibt es Wolkenbilder, die auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen und doch so verschieden sind. Ein düsterer Nachthimmel, ein romantischer Abendhimmel, auf dem der Sonnenuntergang gerade verglüht ist, ein heller Taghimmel mit freundlichen Schönwetterwolken, der in allen Tönen von Blau leuchtet. Die luftigen Wolken sind allesamt mit Aquarell auf Leinwand gemalt, die Farbenpalette reicht von Blau bis Grau, von Weiß über Orange bis hin zu Grün.

Auch ihre Sternenhimmel ziehen den Betrachter in ihren Bann: Da funkeln hunderte winziger, weißer Punkte im unendlichen Firmament und lenken den Blick in die Weite des Universums. Fast düster wirken dagegen die Fotos und Zeichnungen, die Krähen am dunklen Himmel zeigen. Die Tiere werden zu grafischen Zeichen vor schwarzem Hintergrund.

„Der Himmel hat mich schon immer fasziniert“, erklärte Doris Conrads. Sie sei großgeworden mit der Betrachtung der Fresken von Tiepolo in der Würzburger Residenz. Diese haben sie ebenso angeregt wie die Gemälde der Romantiker.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Juli in der Alten Universität (1. Stock) montags bis donnerstag von 9 bis 16 Uhr zu sehen.

von Bettina Preussner

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