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Wenn eine Revolution scheitert

Landestheater Wenn eine Revolution scheitert

Am Samstag hat Heiner Müllers „Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution“ um 19.30 Uhr Premiere auf der Bühne im Theater am Schwanhof.

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Jan Preißler (hinten) und Sebastian Muskalla in einer Szene aus „Der Auftrag“.

Quelle: Daniel Angermayr

Marburg. Als Heiner Müller 1980 sein Stück „Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution“ an der Ost-Berliner Volksbühne­ auf die Bühne brachte, hatte er sich längst verabschiedet von seinen „Lehrstücken“ wie „Der Lohndrücker“ oder „Die Bauern“. Zu sehr war er in der DDR angeeckt mit seinen Stücken über den DDR-Alltag.

In „Der Auftrag“ singt Müller nicht das Hohelied auf eine Revolution, er rechnet vielmehr ab mit einer unmenschlichen Vergangenheit. Das Stück spielt in den letzten Tagen der französischen Revolution: Der Nationalkonvent schickt den Arzt Debuisson, Sohn eines jamaikanischen Plantagenbesitzers, den bretonischen Bauern Galloudec und den farbigen Sasportas, Sohn eines Sklaven, nach Jamaika. Sie sollen die Revolution in die Karibik tragen und einen Sklavenaufstand initiieren.

Inzwischen aber hat Napoleon die Macht übernommen, die französische Revolution ist damit gescheitert. Aus Sicht von Debuisson hat sich damit auch der Auftrag erledigt – seine Begleiter aber wollen nicht aufgeben. Sie werden verraten.

OP-Leser gewinnen Freikarten

Im Mittelteil des Stücks erzählt Müller eine rätselhafte, fantastische Geschichte. Er sagte einmal, es sei ein Traumprotokoll. Ein Mann steigt in einen Fahrstuhl, er will zur Nummer 1, um einen Auftrag entgegenzunehmen. Doch dort kommt er nie an. Stattdessen findet er sich auf einer Dorfstraße in Peru wieder.

Inszeniert wird das Stück von Oda Zuschneid, die selbst auch eine Rolle übernommen hat. Außerdem spielen Sebastian Muskalla, Tibor Muth und Jan Preißler. Für die Ausstattung zeichnet Daniel Angermayr verantwortlich, die Musik kommt von Jan Preißler, Dramaturg ist Franz Burkhard.

Die OP hat für die Premiere sechs Mal zwei Freikarten verlost.  Gewonnen haben Horst Gehrmann aus Niederweimar, Sigrid Geus, Elke Freiling-Fischer und Klaus Müller aus Marburg sowie Margit Wink und Stefanie Gerling aus Cölbe. Herzlichen Glückwunsch. Die Karten liegen an der Abendkasse bereit.

  • Weitere Vorstellungen sind 
am 7. November, am 10. ­November mit Stückeinführung und am 21. November mit ­Audiodeskription.

von Uwe Badouin

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