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34 Künstler an vier Ausstellungsorten

„Hessiale“ erstmals in Marburg 34 Künstler an vier Ausstellungsorten

Alle vier Jahre veranstaltet der Landesverband des Bundesverbands der Bildenden Künstler (BBK) die „Hessiale“. Erstmals ist die Landesausstellung in Marburg zu sehen.

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Der Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Gerhard Pätzold (von links), Volker Schönhals vom Vorstand des BBK Hessen und Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur der Stadt Marburg freuen sich vor einem Triptychon von Nicola Barth auf die Hessiale.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. 550 Mitglieder hat der Landesverband Hessen des BBK. 140 von ihnen haben sich um die Teilnahme an der „Hessiale 2017“ zum Thema „monochrom – im weitesten Sinne“ beworben, erklärt Volker Schönhals, eines von drei Vorstandsmitgliedern des BBK Hessen. Erstmals, erklärt Schönhals, der seit einem Jahr in Marburg lebt, habe der BBK für seine Landesausstellung ein Thema vorgegeben. Die „Hessiale“ in Marburg ist die sechste Landesausstellung des BBK Hessen nach Wiesbaden, Kassel, Hanau, Gießen und Kleinsassen.

Eine Jury, bestehend aus dem Kasseler Kunstwissenschaftler Dr. Harald Kimpel, dem Vorsitzenden des Gießener Kunstvereins, Markus Lepper, der Gießener Kunsthistorikern Dr. Susanne Ließegang, dem langjährigen Landesvorsitzenden des BBK, Bernhard Meyer aus Darmstadt, und Dr. Christoph Otterbeck, Leiter des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte, wählte 34 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Hessen für die Ausstellung aus.

„Sie haben auch gleich gesagt, in welchen Ausstellungsorten die Künstler gezeigt werden sollten und zum Teil sogar die Wände vorgeschlagen, an denen die Arbeiten platziert werden könnten“, sagte Schönhals beim Pressegespräch im Kunstverein. Schönhals und der Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Gerhard Pätzold lobten beide die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Kunstweg vom Kunstverein bis zum Landgrafenschloss

Ursprünglich hatte der BBK Hessen auch das Marburger Kunstmuseum als Ausstellungsort angefragt, erklärte Schönhals. Das ist wegen der Innensanierung aber noch geschlossen.So haben sich die Organisatoren für einen „Kunstweg“ durch Marburg entschieden, bei dem manche Künstler an zwei Ausstellungsorten vertreten sind. Die Ausstellung erhalte durch die Präsentation der Kunstwerke an sehr unterschiedlichen Orten einen zusätzlichen Reiz, betonten die Veranstalter.

Der Kunstverein präsentiert Arbeiten von 27 Künstlerinnen und Künstlern, in der Brüder-Grimm-Stube stellen fünf Künstler aus, in der Lutherischen Pfarrkirche drei und im Kleinen Rittersaal im Landgrafenschloss sind Werke von vier Künstlern zu sehen.

Bei der „Hessiale 2017“ sind auch vier heimische Künstlerinnen und Künstler vertreten: Renate Brühl, Ingrid Hermentin und Regina Schnersch aus Marburg sowie Jan Luke aus Lohra.Das Spektrum umfasst Arbeiten aus allen Bereichen der bildenden Kunst. Bei der „Hessiale“ in Marburg sind Skulpturen ebenso vertreten wie Fotografie, Malerei, Zeichnung, Papierobjekte und Installationen.

Der BBK Hessen wurde 1971 in Frankfurt gegründet. Er versteht sich als Berufs- und Interessenvertretung für bildende Künstlerinnen und Künstler. Aufgeteilt ist er in Regionalverbände. Die gibt es in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel. Ein Regionalverband Osthessen ist derzeit in Gründung. Die „Hessiale“ in Marburg soll nun als Anstoß dienen, auch in Mittelhessen einen Regionalverband zu gründen. Das Interesse daran sei groß, meinte Schönhals.

Busse fahren nach 
Eröffnung zum Schloss

Die Ausstellung „monochrom – im weitesten Sinne“ wird diesen Freitagabend um 18 Uhr im Kunstverein am Gerhard-Jahn-Platz eröffnet. Zu Eröffnung spricht die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Ließegang.

Um 19.20 und um 20 Uhr werden gegenüber vom Kunstverein Shuttle-Busse zum Schloss eingesetzt. Dort endet das Eröffnungs-Event mit einem Konzert der Band „Pink Moon“, das um 20 Uhr beginnt. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juli in Marburg zu sehen, nur in der Brüder-Grimm-Stube endet sie bereits am 30. Juni.

Die Öffnungszeiten sind an den vier Ausstellungsorten unterschiedlich: Der Kunstverein ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs und erstmals donnerstags bis 20 Uhr. Die Brüder-Grimm-Stube ist dienstags bis sonntags von 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Lutherische Pfarrkirche ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Kleine Rittersaal im Schloss ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kostenlose Führungen gibt es im Kunstverein jeden Samstag ab 16 Uhr, für Schulklassen und Gruppen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Marburger Kunstwerkstatt bietet auf Anfrage Führungen für Kinder an.

von Uwe Badouin

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