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Marburg Held aus dem Comic-Universum
Marburg Held aus dem Comic-Universum
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18:12 27.03.2014
In Zivil: Steve Rogers (Chris Evans) und Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) treffen auf den Winter Soldier. Foto: Disney Quelle: Disney
Marburg

Knapp drei Jahre ist es her, dass man im Kino die hübsch inszenierte Geburt eines Helden miterleben durfte: Ein schmächtiges, ein schmalbrüstiges blondes Jüngelchen verwandelte sich da inmitten des Zweiten Weltkriegs durch ein geheimes Serum in den wohl bekanntesten Soldaten der Comic-Historie: Captain America. Verkörpert wurde der Held aus dem Marvel-Universum 2011 in „Captain America: The First Avenger“ vom US-Schauspieler Chris Evans, der nun in der Fortsetzung erneut ins blau-rot-weiße Kostüm schlüpft. Die Regie von „The Return of the First Avenger“ haben die bisher vor allem im Komödienfach aktiven Gebrüder Anthony und Joe Russo („Ich, du und der andere“) übernommen. Nebst Evans gehören zum Cast der Fortsetzung große Namen wie Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson sowie Robert Redford.

Gleich zu Beginn des Films darf Captain America zeigen, was er drauf hat - 25 Piraten, die ein Schiff gekapert haben, sind kein Problem für den Super-Soldaten. An seiner Seite: niemand Geringeres als Natasha Romanoff alias Black Widow (Johansson), bekannt aus „Marvel‘s The Avengers“. Aber sind die Dinge wirklich so, wie sie scheinen? Als wenig später Nick Fury (Jackson), der Direktor von S.H.I.E.L.D. stirbt, sind seine letzten Worte zu Captain America: „Vertraue niemandem!“ S.H.I.E.L.D., die Geheimorganisation für die America im Namen des Friedens unterwegs war, wird Opfer einer Verschwörung, Black Widow und Captain America müssen um ihr Leben fürchten. Sie bekommen es mit dem Bösewicht Winter Soldier zu tun.

„The Return of the First Avenger“ wartet auf mit zwar gut inszenierten und toll choreographierten Kampfszenen und Verfolgungsjagden, die in ihrer altmodischen Anmutung jedoch dem Genre kaum Neues hinzuzufügen vermögen.

Ähnliches gilt für die Story, die trotz eines faszinierenden (von Sebastian Stan verkörperten) Gegenspielers nicht über die knapp 140 Filmminuten hinweg fesseln kann. Punkten kann das Marvel-Abenteuer indes mit seiner tollen Besetzung: Scarlett Johansson, erneut mit feuerroten Haaren, ist gleichermaßen sexy wie cool und schlagkräftig, Samuel L. Jackson auch im Superhelden-Genre stets eine Bereicherung. Vor allem Robert Redford aber verleiht als S.H.I.E.L.D.-Führungskraft dem Film Tiefe. Es spricht für die 1936 geborene Darstellerlegende, dass sie sich für einen Auftritt in Marvels bunter Actionwelt nicht zu schade war.

Anthony und Joe Russo sorgen mit ihrer aber dennoch durchaus unterhaltsamen Inszenierung dafür, dass sich das Marvel-Kino-Karussell mit all seinen großartigen Comic-Helden (vom Hulk über Spider- bis zu Iron Man) weiterdreht. An den Maßstäbe setzenden Humor, an die Ironie und Spritzigkeit von „Marvel‘s The Avengers“, der 2012 zu einem der größten Kassenschlager überhaupt avancierte, reichen die Russo-Brüder nicht heran.

von Matthias von Viereck

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