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Marburg Heiße Rhythmen für Solartrockner
Marburg Heiße Rhythmen für Solartrockner
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20:52 18.09.2011
„Geoffrey Kimani (links) and Friends“ begeisterten die Zuhörer mit eher ruhigen und melodischen Afrofusion-Klängen. Bei einigen Stücken spielten und sangen auch die aus Sambia stammenden Geschwister Oggie (rechts) und Tamara Lauer mit. Quelle: Schubert

Wehrda. Schon zum Auftakt erlebte das Publikum einen Höhepunkt des Konzerts. Das Marburger „Kimba Djembé Orchestra“ präsentierte auf Trommeln und verschiedenen Schlaginstrumenten traditionelle westafrikanische Rhythmen.

Dazu traten vier Tänzerinnen von der Musik- und Bewegungsschule „Harmonie Kunterbunt“ aus Schröck auf. Das Publikum war begeistert – und als die Tänzerinnen mit Kalebassen um Spenden baten, fanden viele Scheine ihren Weg in die Gefäße. Mit dem gesammelten Geld soll ein nachhaltiges Projekt gegen den Hunger in Nordkenia unterstützt werden.

Mit Irish Folk sowie selbst komponierten Liedern unterhielten danach „Mr. Stiev Volxläute“ aus Lahntal die Zuhörer. Sonja Alfen überbrückte die folgende Umbaupause mit einigen Soulsongs, bevor es wieder afrikanisch weiterging.

Geoffrey Kimani, der mit seiner Frau Christina das Benefizkonzert initiierte, spielte und sang mit seiner Band “Geoffrey Kimani and Friends“ eher ruhige und melodische Afrofusion-Musik. Darunter waren Stücke aus verschiedenen Teilen Afrikas – vom Aids-Aufklärungslied „Todii“ über das Apartheidslied „Mamaland“ bis zum a cappella gesungenen „Malaika“.

Die Marburg-Jazz-Connection bewegte sich mit „Caravan“ musikalisch durch die Wüsten Nordafrikas, aber auch Kurt Weills „Mackie Messer“ oder Herbie Hancocks „Watermelon Man“ kamen sehr gut beim Publikum an. Einige Zuhörer bewegten sich zu dem swingenden Sound über die Tanzfläche.

Partystimmung kam zum Abschluss noch einmal auf, auch wenn von den zeitweise rund 400 Besuchern nach fünf Stunden nur noch ein Bruchteil übrig war. Aber die tanzten fast alle, als „No Tears“ aus Cölbe mit dem aus Sambia stammenden Bandleader Oggie Lauer und seinen Schwestern Latricia und Tamara Reggae-Rhythmen, poppige und rockige, meist von Oggie selbst geschriebenen Lieder, sowie Klassiker von Bob Marley erklingen ließen.

Die vom Restaurant Dromedar gesponserten afrikanischen Gerichte fanden an diesem Abend ebenfalls guten Anklang beim Publikum – nichts blieb übrig.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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