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Marburg Stadt fördert Kulturträger und ihre Mitarbeiter
Marburg Stadt fördert Kulturträger und ihre Mitarbeiter
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16:36 11.07.2018
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (Mitte) und Richard Laufner, Fachbereichsleiter Kultur (3.v.r.), übergeben die Förderbescheide an die Kulturträger (v.l.): Gero Braach (KFZ), Frank Peter (Trauma) und Rolf Michenfelder (German Stage Service) sowie Marion Breu und Matze Schmidt (Waggonhalle). Quelle: Patricia Grähling/Stadt Marburg
Marburg

„Die Marburgerinnen und Marburger sind zurecht stolz auf die Vielfalt und Qualität der Kulturangebote in ihrer Stadt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Es ist eine über die Jahre gewachsene Kombination aus ehrenamtlichem Engagement und beruflicher Professionalität – dies, im Zusammenspiel mit öffentlicher Unterstützung, ermöglicht das Ziel, Kultur für alle in der Stadtgesellschaft zugänglich zu machen“, sagte Spies bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide für Zuschüsse an Trauma, German Stage Service, KFZ und Waggonhalle im Rathaus.

Um das hochwertige und vielfältige Kulturangebot finanziell zu unterstützen, hat die Stadt die Förderung für den laufenden Betrieb der Kulturträger in diesem Haushaltsjahr erhöht. Diese vier Kulturträger, die zusammen weit mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher im Jahr haben, werden 2018 mit rund 790.000 Euro unterstützt. Darin enthalten sind Zuschüsse für den laufenden Betrieb – knapp eine halbe Million Euro – sowie die Mietkosten. Hinzu kommen auch Abschreibungen und Investitionen für die Gebäude, die die Stadt Marburg den soziokulturellen Anbietern zur Verfügung stellt.

Finanzielle Unterstützung für die Altersvorsorge

Um diejenigen zu unterstützen, die das Kulturangebot machen, wolle die Stadt deren Altersvorsorge zweckgebunden unterstützen. Die Stadt Marburg biete für hauptamtlich Beschäftigte einen zweckgebundenen Zuschuss an die Kulturträger und fördere damit den Abschluss einer betrieblichen Altersversorgung. Das am 1. Januar 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ermögliche hierbei, dass Geringverdienende, die im Alter die Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen, einen monatlichen Freibetrag von bis zu 205 Euro nicht auf diese Grundsicherung angerechnet bekommen.

Der Fachdienst Kultur hat mit Versicherungsexperten, den Kulturträgern KFZ, Waggonhalle, Trauma und German Stage Service sowie mit der Musikschule und der Kunstwerkstatt folgendes vereinbart: Bei einer vollen Stelle zahlen sowohl die Beschäftigten als auch der Arbeitgeber jeweils 25 Euro für die betriebliche Altersversorgung. Die Stadt gibt einen Zuschuss in Höhe von 50 Euro pro voller Stelle. Dadurch werden monatlich insgesamt 100 Euro in die Altersvorsorge eingezahlt. Bei Personen, die über 45 Jahre alt sind und seit mindestens 20 Jahren für die Kulturbetriebe arbeiten, zahlt die Stadt bei Vollzeitstellen einen Zuschuss von 100 Euro, sodass 150 Euro in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden.

„Ich empfinde diese Förderung als ein Dankeschön für unsere Arbeit und darüber freue ich mich sehr“, sagte Marion Breu, Geschäftsführerin der Waggonhalle. „Es ist vor allem eine auf die Zukunft gerichtete Förderung, die hilft, dass Arbeitsplätze im Kulturbereich etwas attraktiver für den Nachwuchs werden“, ergänzt Matze Schmidt, ebenfalls Geschäftsführer bei der Waggonhalle. „Es kann dabei helfen, den Generationswechsel bei den Kulturträgern vernünftig hinzukriegen.“