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Grimm‘sche Märchen sind der Ausgangspunkt

Haus der Romantik Grimm‘sche Märchen sind der Ausgangspunkt

Die Epoche der Romantik beeinflusst Künstler bis heute – so auch Michael Lampe, dessen Arbeiten derzeit im Marburger Haus der Romantik zu ­sehen sind.

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Kuratorin Sabine Harder und Michael Lampe.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Bei der Vernissage begrüßte Sabine Harder vom Haus der Romantik die Gäste und führte in die Ausstellung ein. „Michael Lampe setzt sich mit den künstlerischen Positionen der Romantik auseinander“, betonte die Kuratorin.

Eine erste Verbindung zur Romantik seien Lampes Scherenschnitte, die in der Romantik groß in Mode waren. Der Künstler gehe damit in den öffentlichen Raum, setze die Scherenschnitte auf Mauern und verknüpfe sie so mit der modernen Idee der Graffiti.

Die Kuratorin nannte den Begriff der Entdeckungsreise als zentralen Schlüssel zu Lampes Werken. „Seine Kunst ist gleichzeitig assoziativ und präzise“, erklärte sie. Der Ausgang für die Bilder in Mischtechnik sei immer das Wort. Meist sind es die Erzählungen der Brüder Grimm, die er als Ausgangspunkt wählt und die innere Bilder hervorrufen.

Auf den collageartigen Arbeiten tauchen neben Schriftzügen viele Chiffren auf, die es zu entschlüsseln gilt. Da sind Bücher und Brücken, Porträts, Schlösser und Fachwerkhäuser zu sehen, die die Phantasie herausfordern.

Der Künstler selbst sagte, sein zentrales Thema seien Erinnerungen. „Meine Bilder sind aber keine Erzählungen“, erklärte er. „Es geht vielmehr um die Beschäftigung mit der Geschichte, auch mit der eigenen.“ Lampe erzählte, dass er in seinen Arbeiten teilweise acht Schichten übereinander male. „Es kann auch passieren, dass ich alte Arbeiten überarbeite“, sagte er.

  • Die Ausstellung ist bis November dienstags bis sonntags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr im Haus der Romantik, Markt 16, zu sehen.

von Bettina Preussner

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