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Marburg "Ich bin dann mal weg" im Theater
Marburg "Ich bin dann mal weg" im Theater
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00:18 10.12.2018
Sven Bromann geht als Hape Kerkeling für das Hessische Landestheater auf Pilgerreise. Quelle: Jan Bosch
Marburg

103 Wochen lang stand Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ (2006) auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste. Der Entertainer beschreibt darin seine Wanderung auf dem spanischen Jacobsweg, die er 2001 unternahm – nach einem Hörsturz, nach einer Gallenblasen-Operation. Kerkeling leidet unter Stress, will sich und sein Leben verändern, sucht nach dem Sinn. Die Couch-Potato macht sich auf den 796 Kilometer langen Weg von Saint-Pied-de Port nach Santiago de Compostela. Er schummelt ein wenig, legt kleine Strecken mal mit dem Bus, mal per Anhalter zurück. All das erzählt er mit Witz und Empathie für diesen Weg und seine Weggefährten.

Die Verfilmung war natürlich auch ein Erfolg. Und nun die Uraufführung am kleinen Hessischen Landestheater. Zu sehen ist eine Bühnenfassung, die am Landestheater entstanden ist. Es spielen nur ein Schauspieler und zwei Schauspielerinnen. Sven Brormann ist Hape Kerkeling, Lisa Grosche und Victoria Schmidt schlüpfen in mindestens 14 kleine Rollen.

Regie führt Matthias Huber, der am Schauspiel Leipzig 2005 für seine Regiearbeit „Kochen mit Elvis“ von der Fachzeitschrift „Theater heute“ als bester Nachwuchsregisseur nominiert wurde. Es folgten Stationen als Regisseur und Dramaturg am Schauspiel Chemnitz, als Dramaturg am Schauspiel Leipzig und als Leiter des Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Für die Ausstattung zeichnet Cleo Niemeyer verantwortlich, die unter anderem am Staatstheater Cottbus, am Schauspiel Leipzig und am Maxim-Gorki-Theater Berlin gearbeitet hat.

„Ich bin dann mal weg“ hat am Samstag um 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof Premiere (ausverkauft). Weitere Aufführungen sind am 10. Dezember, am 11., 16., 26. und 29. Dezember im Theater am Schwanhof sowie am 12. Dezember in Biedenkopf und am 14. Dezember in Frankenberg,

von Uwe Badouin