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Gute Musik und schlechtes Benehmen

„Hamburg Blues Band“ im KFZ Gute Musik und schlechtes Benehmen

Wer beim Stichwort „Blues“ an einen eher ruhigen Abend denkt, der kennt die „Hamburg Blues Band“ noch nicht.

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Arhur Brown (links) trat mit etwas skurrilem Outfit und totem Fuchs auf die Bühne. Sänger Gert Lange (Foto unten und oben links) war die meiste Zeit friedlich, geriet dann aber mit Gitarrist Clem Clempson (r.) aneinander.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Die fünf Musiker rockten am Donnerstag das KFZ. Und hatten auch noch den „God of hellfire“, Arthur Brown mitgebracht.

„Fire“ ist der Titel, mit dem Arthur Brown 1968 weltbekannt wurde. Und seinem Publikum einzuheizen – davon versteht der Mann auch mit inzwischen 69 Jahren noch immer etwas.

170 Zuhörer waren ins KFZ gekommen, um die Hamburg Blues Band und Arthur Brown live zu erleben. Und bekamen nicht nur Musik geboten.

Den ersten Teil des Konzerts bestritt die Hamburg Blues Band zunächst allein. Sänger und Gitarrist Gert Lange, Gast-Gitarrist Clem Clempson, Drummer Hans Wallbaum, Michael „Bexi“ Becker am Bass und Adrian Askew an den Tasten begeisterten ihr Publikum vom ersten Ton an.

Die Band besteht inzwischen seit fast 30 Jahren und einige Mitglieder gehören zu den Größen der europäischen Musikszene. Clem Clempson (Colosseum, Humble Pie) arbeitete beispielsweise als Studiomusiker für Bob Dylan oder B.B. King und Hans Wallbaum spielte bei „Stoppok“ das Schlagzeug.

In Erinnerung an Gründungsmitglied Dick Heckstall-Smith, der 2004 verstarb, gab es „Bad to the bone“ zu hören und gemeinsam mit Arthur Brown durfte natürlich auch „Fire“ nicht fehlen.

Der „God of hellfire“ gab sich beim zweiten Teil des Konzerts die Ehre. Zunächst in einen schwarzen Umgang gewandet und das Gesicht verhüllt, stellte er von Anfang an unter Beweis, warum das Attribut „exzentrisch“, mit dem seine Auftritte beschrieben werden, mehr als gerechtfertigt ist.

Exzentrisch, exaltiert und für seine 69 Jahre noch extrem fit und beweglich präsentierte er sich den Fans im KFZ. Unter Browns silberner Kopfbedeckung jodelte dann einer der Konzertbesucher – „the first yodeling chicken“, so Brown. Aus seiner Hose zog er schließlich eine Tierattrappe – „Viagra!“, lautete sein trockener Kommentar dazu.

von Nadja Schwarzwäller und Heike Döhn

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