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Günter Wallraff zu Gast in Bad Laasphe

Lesung Günter Wallraff zu Gast in Bad Laasphe

„Wie andere geographische Wüsten erkunden, so erkunde ich die sozialen Wüsten!“, sagte der Enthüllungsjournalist und Autor Günter Wallraff in Bad Laasphe.

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Der sozial engagierte Enthüllungsjournalist und Autor Günter Wallraff (links) im Gespräch mit Zuhörern nach der Lesung in Bad Laasphe.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. Diesem Anliegen ist er auch mit seinem neuen Buch „Aus der schönen neuen Welt“ nachgekommen. Erneut ist Wallraff „undercover“ in die Niederungen der Gesellschaft abgetaucht, unter anderem in der Rolle eines Farbigen, eines Call-Agenten und eines Obdachlosen. Wieder einmal beleuchtet er die Verhältnisse in diesem Land von „ganz unten“.

108 Besucher waren auf Einladung des Laaspher Kulturrings gekommen, um mehr aus dieser „schönen neuen Welt“ zu erfahren.

Wie verbreitet Fremdenfeindlichkeit und auch offener Rassismus in Deutschland nach wie vor sind, erfuhr Wallraff als Farbiger. Ob es darum geht, als „Schwarzer“ eine Wohnung zu finden oder auch nur einen Stellplatz auf einer Campinganlage, ob Behördengang oder Besuch eines Fußballspiels – Ablehnung aufgrund der Hautfarbe ist allgegenwärtig und zudem kein Problem, das sich auf Ostdeutschland beschränkt. Wallraff bekräftigte seine Forderung, Zivilcourage als Schulfach einzuführen, anstatt Kopfnoten zu vergeben.

von Björn-Uwe Klein

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe der OP.

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