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Geschichte und Frauen sind ihre Themen

Marita Metz-Becker Geschichte und Frauen sind ihre Themen

Am Dienstag, 29. Juni wird ab 18 Uhr der diesjährige Otto-Ubbelohde-Preis verliehen, die höchste Auszeichnung des Landkreises für kulturelles Engagement.

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Marita Metz-Becker umgeben von Büchern – die Otto-Ubbelohde-Preisträgerin freut sich über die Auszeichnung ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Quelle: Marcus Richter

Marburg . „Das verschönt mir den Regentag ungemein“, sei ihre ersten Reaktion auf die telefonische Nachricht über ihre Auszeichnung gewesen. „Ich war total happy“, erzählt Dr. Marita Metz-Becker, die am Institut für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft an der Marburger Philipps-Universität lehrt.
Die Mutter von drei Töchtern wird bereits zum dritten Mal für ihre ehrenamtliche Arbeit geehrt. 2004 erhielt sie das Historische Stadtsiegel der Universitätsstadt. 2009 wurde ihr der Frauenförderpreis der Philipps-Universität zugesprochen. „Es ist eine Freude zu sehen, dass die viele ehrenamtliche Arbeit honoriert wird“, sagt die stolze Großmutter einer Enkeltochter im Gespräch mit der OP.

1953 in Breitscheid im Westerwald geboren, studierte Marita Metz-Becker Erziehungswissen­schaften, Soziologie, Germanistik und Europäische Ethnologie, zunächst in Gießen, dann in Marburg. 1986 pro­movierte sie und arbeitete danach freiberuflich in der Erwachsenenbildung. Marita Metz-Becker leitete zahlreiche Aus­stellungsprojekte und arbeitete an universitären Forschungs­projekten in Marburg und Jena mit. 1996 habilitierte sie in Marburg und widmete sich danach Forschungsprojekten in Großbritannien und Österreich. Derzeit hat sie eine Vertretungsprofessur in Göttingen inne. Neben ihrer beruflichen Karriere engagiert sich Marita Metz-Becker ehrenamtlich in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen, wie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde und dem Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps-Universität.

Besonders am Herzen liegt ihr das Marburger Haus der Romantik, dessen Leiterin sie seit etwa zehn Jahren ist. Dort ist sie unter anderem für die Planung und Organisation von Ausstellungen und das Finden von Referenten zuständig. Die Dauerausstellung – unter anderem mit Portraits und Texten der Marburger Romantiker Brentano, Grimm und Savigny – habe sie allein geplant und umgesetzt, berichtet Marita Metz-Becker. Und mit den Männern seien dann auch die Schwestern und Ehefrauen nach Marburg gekommen, schlägt die Preisträgerin den Bogen zu ihrem anderen, großen Themenbereich. Ob es eben diese Frauen der Romantik sind, die damals durch die Salon-Kultur erstmals die Möglichkeit zur Teilhabe an gesellschaftlichen Fragen bekamen, ob es um „Gebärhaltungen im Wandel“ oder um die Frage geht „Wenn Liebe ohne Folgen bliebe“ – so nur zwei Titel ihrer Veröffentlichungen –, am Thema Frauen kommt man im Gespräch mit Marita Metz-Becker nicht vorbei.

von Marcus Richter

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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