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Marburg Geradezu mediterrane Leichtigkeit
Marburg Geradezu mediterrane Leichtigkeit
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18:10 05.05.2014
Anna Sophie Dauenhauer spielte den Solopart in Beethovens Violinkonzert.Foto: Tobias Hirsch Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Ludwig van Beethoven hat beide Werke zur gleichen Zeit komponiert: Sein einziges Violinkonzert zeigt ihn als genialen Lyriker, seine fünfte Sinfonie als ebenso genialen Dramatiker. Die Vogtland Philharmonie unter der Leitung ihres Intendanten Stefan Fraas, der erst vor einer Woche im Audimax am Pult des Kurpfälzischen Kammerorchesters gestanden hatte (die OP berichtete), widmete sich beiden Aspekten mit großer Detailliebe.

Und bewegte sich dabei im Violinkonzert mit der Geigerin Anna Sophie Dauenhauer auf einer Wellenlänge. Im intensiven Dialog mit dem Orchester, besonders mit den nach kleinen Anfangsschwierigkeiten eindringlich musizierenden Holzbläsern, lotete sie den lyrischen Reichtum des Kopfsatzes aus. Atemberaubend war nicht nur ihr erster Einsatz, bei dem sich ihr schlanker, dabei immer leuchtkräftiger Ton geradezu schwerelos bis in ätherische Höhen hinauf bewegte, sondern auch das unendlich zarte letztmalige Erklingen des Hauptthemas nach der Solokadenz.

Kaum zu atmen wagten die Zuhörer auch im meditativen Mittelsatz, einer ganz nach innen gerichteten Gesangsszene, in der überwiegend das Orchester den Ton angibt, umspielt von den Kommentaren und kontemplativen Ergänzungen der Solovioline - ein Stück himmlischer Kammermusik in der Wiedergabe Dauenhauers und der Vogtland Philharmonie.

Bereits in den ersten beiden Sätzen fand sich keine Spur vom „Titanen“ Beethoven, den andere Interpreten fälschlicherweise erkennen wollen. Vielmehr überwölbte bereits dort eine geradezu mediterrane Leichtigkeit das Konzert. Vollends brach sie sich Bahn im finalen, von tänzerischer Beschwingtheit bestimmten Jagd-Rondo, wo Dauenhauer auch alle Register ihrer bewundernswerten Virtuosität ziehen konnte. Die 550 Zuhörer im Audimax feierten die Geigerin mit Bravo-Rufen.

Nach der Pause widmete sich die klangschön und dramatisch kontrastreich musizierende Vogtland Philharmonie der c-Moll-Sinfonie. Fraas wählte zügige Tempi - besonders im triumphalen Finale mit seinen Rückgriffen auf die Märsche und Massengesänge der Französischen Revolution. Für den langanhaltenden Beifall bedankten sich die Gäste mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 g-Moll von Johannes Brahms.

von Michael Arndt

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