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Marburg Für jeden Geschmack die richtige Musik
Marburg Für jeden Geschmack die richtige Musik
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19:28 08.07.2012
Egal ob im Schlosspark oder auf dem Marktplatz: Die Besucher der Rock-Nacht hatten an den verschiedenen Musikgruppen sichtlich Spaß. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Der Höhepunkt des Abends war eindeutig die heimische Band „Silent Seven“ mit ihrer Sängerin Yana Gercke, die beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest dieses Jahr Dritte wurde. Yana zusammen mit ihrer Kollegin Johanna und den vier männlichen Bandmitgliedern Björn, Jan-Patrick, Roman und Dietrich live zu erleben, wollte sich kaum jemand entgehen lassen.

Schon Minuten vor dem Konzertbeginn fing die große Sitzplatzsuche an. Auch die Seiten neben den Sitzbänken waren schnell als Stehplätze ausgefüllt. Schließlich war die Freilichtbühne so gefüllt, dass ein Einlassstopp verhängt wurde. Während auf der Bühne die letzten Technikprobleme behoben wurden, suchten die Stehenden Plätze, ohne anderen die Sicht zu behindern oder die Fluchtwege zu blockieren.

Kaum erklangen die ersten Töne, war aller Stress vergessen. Yana und Johanna rockten die Bühne und nach einigen Liedern tanzten nicht nur die Leute, die an der Absperrung standen. Spätestens bei Blink 182s „All The Small Things“ hatten die beiden sympathischen Sängerinnen ihr Publikum zum Mittanzen animiert und der Abend konnte mit Songs aus den aktuellen Charts sowie von U2, Nirvana und den Red Hot Chili Peppers gehörig gefeiert werden.

Auch auf den beiden anderen Bühnen am Schlosspark war ordentlich was los. Bei der Salsa-Disco an der Montevideo-Bühne hatte das Publikum selbst die Bühne in Beschlag genommen. Bei der heißen Musik und der tollen Atmosphäre blieb sowieso kein Bein still. Ob man Salsa tanzen konnte oder nicht – wer einen Tanzpartner gefunden hatte, quetschte sich mit auf die kleine Bühne.

Wer sich bis zur Parkbühne durchgekämpft hatte, durfte Zeuge eines ganz besonderen Spektakels werden: Zu karibischen Reggae-Beats unterhielten Akrobaten, Feuerschlucker und Tellerjongleure das gut gelaunte Publikum.

Wer schon früher am Abend da war, hatte die Qual der Wahl. Für jeden, der gern gute handgemachte Musik hört war etwas dabei: schöner Folk-Rock mit Cave und ihrem Frontmann Gregg Cave aus Northampton, fröhlichem Balkan-Gypsy-Klezmer von Turbo Sapienowa oder richtigem Hardrock von Grey­ghost. Die im Jahr 1986 gegründete Band rund um Sänger Allan Bunnell zeigte, was Rock’n’Roll heißt. Mit Headbangern vor der Bühne, dem Sänger in Lederkluft, freiem Oberkörper und langen Haaren und dazu noch richtigen Rock-Klassikern von AC/DC und The Scorpions ging es dort an der Parkbühne wild und rockig zu.

Auf der großen Bühne rockten Neoh aus Gießen die Bühne. Sängerin Fee Mietz fiel mit ihren roten Haaren richtig auf. Die Stimmung war herrlich locker. Mit einem Bier und etwas zu essen saßen die Leute auf den Bänken und genossen die Zeit. Und zwischen dem Duft von Waffeln, Pommes, Flammkuchen und Popcorn zuckte es dann doch dem ein oder anderen in den Gliedern bei den selbstgeschriebenen Songs von „Herz aus Stein“ bis „Alles gesehen“.

von Mareike Bader

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