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Marburg Frühe Förderung zahlt sich aus
Marburg Frühe Förderung zahlt sich aus
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17:50 12.12.2017
Marburg

Der musikalische Schwerpunkt des Gymnasiums­ setzt bereits ab der fünften Klasse an, in der sich die Schüler ­neben der Teilnahme am regulären Unterricht entweder für die Streicher-, Bläser- oder Gesangsklasse entscheiden müssen. Die Jugendlichen kommen so meist in den ersten Kontakt mit ihrem Instrument und viele von ihnen bestritten nun ­ihren ersten Auftritt im Erwin-Piscator-Haus.

Alle drei Klassen bewältigten ihr Debüt ohne Mühe und begeisterten die Zuhörer mit ­ihrem Können. Vor allem die „Jazz Suite“ von Kathy und David Blackwell erklang flüssig von den Streicherklassen des fünften und sechsten Jahrgangs. Die Bläserklassen wurden von der Konzertband der Schule unterstützt und spielten neben den bekannten Titelmelodien der Filme „Fluch der Karibik“ und „Die Schöne und das Biest“ auch traditionelle Weihnachtslieder wie „Mary had a little lamb“ und schafften somit eine gelungene Abwechslung.

Großes Finale mit Tschaikowskis „5. Sinfonie“

Die Schüler aller Klassen zeigten an diesem Abend, dass sie bereits gelernt haben, aufeinander zu hören, sich gegenseitig abzustimmen und ihr Instrument richtig zu handhaben. Eine Leistung, die nach so einer kurzen Übungszeit von einem halben Jahr wirklich erstaunlich ist. Schüler der Martin-Luther-Schule wirkten ebenfalls am Konzert mit, da die Schule eine enge Verbindung mit dem Gymnasium Philippinum pflegt.

Die älteren Schüler ab der Jahrgangsstufe neun finden sich in eigenen Ensembles zusammen. Das „ensemble philippinum“, der Kammerchor der Schule, wagte sich an Johannes Brahms „Neue Liebeslieder“. Ein Zyklus, in dem der Protagonist zunächst vor der Liebe gewarnt wird, am Ende jedoch einsehen muss, dass ein Leben ohne Liebe unmöglich ist.

Der Chor bewies sein hohes­ Niveau, indem er schwierige­ Passagen spielend bewältigte­ und dabei auch den Zeitgeist des Stückes einfing. Die Soli setzten die Sänger dezent aber doch durchdringend ein, sodass sie in Harmonie zum Chor standen.

Das Finale von Tschaikowskis „5. Sinfonie“, gespielt vom Großen Orchester, schloss an den klassischen Moment des Kammerchors an. Die saubere und exakte Spielweise der ­Instrumentalisten demonstrierte, wie effektiv das früh erkannte Potenzial in den Schülern genutzt wird. Sie schafften es, die festliche Grundstimmung des Stückes aufzunehmen und an das Publikum weiterzugeben. Außer­dem setzten sie das Dirigat exakt und schnell um.

Die Jugendlichen spielen ­bereits auf dem Niveau eines erwachsenen Laienorchesters und dem Zuhörer fällt es schwer zu glauben, dass er in einem Schulkonzert sitzt.

Der Große Chor beschloss das Konzert mit dem Klassiker „One day more!“ aus dem Musical „Les Misérables“. Neben der gelungenen gesanglichen Darbietung, bei der die Schüler zeigten, dass sie mit dem Musicalgesang neben dem klassischen Gesang über vielfältige Gesangstechniken verfügen, setzten sie das Stück auch mit einer gelungenen Performance um.

Die Zuschauer würdigten die Leistungen der Schüler immer wieder mit großem Applaus.

von Luisa Göhler

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