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Marburg Beste Chance für goldene Zukunft
Marburg Beste Chance für goldene Zukunft
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13:54 11.03.2018
Meinhard Moog (von links), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, und Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher zeichneten Eric Rühl, Franziska Heiermann, Jan Fackiner, Anna-Maria Scholz und Nicklas Fritsch gemeinsam mit Hartmut Pfeiffer (Limbachers Stellvertreter) aus. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher betonte, dass die Junggesellen nun mit der Freisprechung – einer Tradition, die es nur im Handwerk bereits seit dem Spätmittelalter gebe – „in die Gemeinschaft des Handwerks“ aufgenommen würden.­ Er gratulierte den Junggesellen und betonte gleichermaßen, dass das Lernen nun nicht aufhöre.

„Bilden Sie sich weiter, besuchen Sie Seminare oder legen Sie Ihre Meisterprüfung ab“, riet Limbacher. Die Hessische Landesregierung belohne künftige Meister mit einer Prämie in Höhe von 1000 Euro. „Endlich ist die Politik vom Hessischen Handwerkstag überzeugt worden, die Meisterprüfung ein Stück weit der akademischen Ausbildung gleichzustellen“, sagte Limbacher.

Vor dem Hintergrund drohender Diesel-Fahrverbote erläuterte Limbacher, dass in Hessen rund 350.000 Diesel-Fahrzeuge für das Handwerk unterwegs seien – die Handwerker müssten mit den Fahrzeugen zu ihren Kunden und auf Baustellen. „Heizkessel können nicht mit dem Bus oder dem Lastenfahrrad transportiert werden“, sagte Limbacher. Eine Nachrüstung sei möglich – die Kosten müsse die Autoindustrie übernehmen. „Die Industrie hat betrogen und manipuliert und muss deshalb alleine für den Schaden aufkommen“, formulierte Limbacher die Forderung des Handwerks und erntete Applaus.

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU) hatte den olympischen Gedanken im Blick: „Heute heißt es Gold für Sie“, rief er den Junggesellen zu, denn sie hätten mit eigener Leistung eine Ausbildung zum Abschluss gebracht, die nun die besten Aussichten für eine goldene Zukunft bildete.
Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) sagte, Marburg habe ein Faible für akademische Titel „und verkennt dabei manchmal die Bedeutung von ehrlichem Handwerk“. Die Gleichstellung der Ausbildungsberufe mit akademischen Titeln bleibe eine wichtige Aufgabe, „mit immer nur Nachdenken kommt die Welt auch nicht in Ordnung“, so Spies.

Gerhard Wenz, Bereichsleiter­ der Agentur für Arbeit, ist sich sicher, dass die jungen Facharbeiter mit ihrer Ausbildung „die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“ in der Tasche hätten – denn ein Drittel der Arbeitslosen habe keinen Abschluss.

von Andreas Schmidt

Freigesprochene Gesellen

Kfz-Mechatroniker: Gianluca Amoroso, Sebastian Arnold, Noah Barg, Felix Beck, Noman Butt, Sascha Feußner, Sven Frensch, Alexander Fritzler, Archienino Fuchs, Valdet Gashi, Rouven Großwald, Franziska Heiermann, Arian Klee, Maximilian Koch, Rene Lanio, Alla Masri, Leon Möhl, Andreas Müller, Jan-Philipp Nau, Lukas Portjanow, Andreas Rymschin, Maxim Schmidt, Martin Schommertz, Jerome-Tejano Wehmeyer, Andreas Wißner und Durak Yigit, Sascha Pfalz, Jannik Wagner und Julian Zimmermann.

Land- und Baumaschinenmechatroniker: Maren Albrecht, Gregor Denkovic, Janni Dziudzia, Andreas Faber, Maximilian Frege, Christoph Heine, Fabian Hennig, Matthias Henschke-Meyl, Louis Kaufmann, Vincent Opfer, Sven Rose, Hendrik Schäfer, Niklas Strube, Niklas Strutwolf und Pascal Wickert, Fabian Franke, Jan Dominik Pohl und Lucas Thiele sowie Mattis Ammenhäuser, Niklas Bächt, Bastian Diez, Janik Luca Emmrich, Christian Engelhard, Jan Fackiner, Nico Feußner, Fabian Giebel, Miro Kevekordes, Jonas Müller, Lars Schmittmann, Connor Harry Scholz, Lukas Vogel und Stefan Wiesemann, Marvin Erbe, Eike Erlmann, Max Haudek, Jan-Hendric Theis und Daniel Trier. 

Feinwerkmechaniker: Daniel Kern, Lucas Kranz, Alexander Linne, Anna-Maria Scholz und Firat Tek, Said Murtaza Alawi, Andreas Peter Martin, Sven Michels und Florian Sprenger.

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Sandro Marius, Nico Günther, Leon Klaßnitz, Eike Krauskopf, Sandro Laukel, Sven Loeber, Mehmed Omerovic, Tom Ortwein, Gökhan Özogül, Fabio Ursprung, Thore Vetter, Benjamin Weber und Dennis Weinheimer, Sebastian Meier und Julian A. Wolf.

Tischler: Christopher Gori und Sebastian Körner.

Maurer: Nico Saßmannshausen, Hochbaufacharbeiter Sebastian J. Grimm, Straßenbauer Dennis Franz und Eric Rühl sowie Tiefbaufacharbeiter Jerome Fricke und Marcel Löchel, Maximilian Nau.

Zimmerer: Jon Kevin Lind.

Elektroniker: Phil Becker, Jan Elmshäuser, Phillip Emmerich, Nicklas Fritsch, Philipp Hoeck, Marcus John, Benedikt Kempf, Pascal Krebs, Marvin Linker, David Linz, Timo Müller, Jonas Ramlow, Christian Schöck, Niklas Schöck und Simon Wagner, Sebastian Koch und Lukas Sprenger. 

Metallbauer: Kevin Leps, Maximilian Otto, Loris Renz, Andre Schneider, Jannick Schneider, lara Spanka, Nicolas Brössel und Daniel Werner. 

Friseurinnen: Fatma-Tülin Kildan und Esther Klemke.

Bäcker: Nico Bubenheim.

Innungsbeste: Feinwerkmechanikerin Anna-Maria Scholz aus Marburg, Kfz-Mechatronikerin Franziska Heiermann aus Biedenkopf, Elektroniker Nicklas Fritsch aus Kirchhain, Land- und Baumaschinenmechaniker Jan Fackiner aus Frankenau sowie Straßenbauer Eric Rühl aus Grünberg.