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Fotos bescheren der Jury Aha-Effekte

Fotowettbewerb Fotos bescheren der Jury Aha-Effekte

Die Hobbyfotografen unter den Lesern der Oberhessischen Presse haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Über 1.000 Fotografien reichten sie zum Wettbewerb „Blende 2010“ ein.

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"Narziss" heißt dieses Foto eines selbstverliebten Vogels.

Quelle: Karin Koller

Marburg. Die Jury stand vor der schweren Entscheidung, die besten Bilder auszuwählen, die beim bundesweiten Wettbewerb ins Rennen gehen werden. Chefredakteur Christoph Linne, die Foto- und Video- Redakteure Thorsten Richter, Tobias Hirsch und Nadine Weigel, Mediengestalter Patrik Naumann und Nicole Hentschke vom OP-Wochenendmagazin sortierten, diskutierten und kürten schließlich die Gewinner der jeweiligen Kategorien.

Karin Koller aus Marburg belegte mit diesem Foto den ersten Platz beim Thema „LandLust".

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Im Mittelpunkt bei der Wahl stand der „Aha-Effekt“, die Wirkung, die das Bild auf den Betrachter macht. Diesen Überraschungseffekt erzielte Karin Koller mit ihrem Bild „Narziss“ am deutlichsten. Das analoge, grobkörnige Schwarzweiß-Foto entstand zufällig aus dem Auto heraus. Es zeigt einen kleinen Vogel, der sich neugierig und interessiert im Außenspiegel betrachtet. Der ungewöhnliche Moment, zusammen mit dem inzwischen selten genutzten Charme analoger Fotografie, sicherte Karin Koller den ersten Platz in der Kategorie „LandLust -Summer in the City“. Den zweiten Platz erreichte Thorsten Klose, der auf einer Wanderung eine ins Tal blickende Kuh fotografierte. Platz drei geht an Petra Ruth, die sich schon in früheren Blende-Wettbewerben behaupten konnte, für ihr Bild der Burschen, die den Kirchweihbaum aufstellen.

„Die Welt der kleinen Dinge“ stellte für die Teilnehmer das interessanteste Thema dar, hier gingen weit mehr Beiträge ein als in den anderen Kategorien. Markus Grade, der sich mutig einem Wespennest näherte, um das Schlüpfen einer Wespe festzuhalten, erreichte den ersten Platz. Die Nahaufnahme einer schillernden Fliege auf einem Vogelflügel bescherte Pascal Gille Platz zwei. Platz drei ging an Sebastian Wenner, der den Balanceakt eines Marienkäfers auf einem Blütenstengel fotografisch festhielt.

In der dritten Kategorie „Kontraste“ setzte sich Dietlinde Bamberger gegen die Konkurrenz durch. Ihre Nachtaufnahme eines Gebäudekomplexes, in dessen oberem Stockwerk noch Büroalltag herrscht, während in dem darunter liegenden Restaurant bereits gemütlich diniert wird, überzeugte die Jurymitglieder. Den zweiten Platz erzielte Alfred Junker mit einem knallbunten Foto voller Kontrastfarben. Andrew Alexander kam mit seinem Bild „LangewEile“ auf Platz drei. Er fotografierte eine Szene, in der Haarstylistinnen hektisch ihre vollkommen still sitzenden Modelle frisieren.

Jugendliche, die in der Kategorie „Das ungewöhnlichste Gruppenfoto“ teilnahmen, müssen sich noch etwas in Geduld üben. Ihre Beiträge gingen direkt an die Prophoto GmbH, die den bundesweiten Wettbewerb ausrichtet und die Gewinner im Frühjahr 2011 küren wird. Dann steht auch fest, ob sich die Beiträge der OP-Leser im bundesweiten Wettbewerb durchsetzen konnten.

von Nicole Hentschke

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