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Fotogalerien Landkreis Kinder sollen blättern statt scrollen
Marburg Fotogalerien Landkreis Kinder sollen blättern statt scrollen
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17:24 23.04.2018
Das Welttagsbuch ist in diesem Jahr „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

1995 wurde dieser Tag von der Unesco zum weltweiten Feiertag für Bücher und das Urheberrecht für Autoren erklärt. Zurück geht er auf die katalanische Tradition, am Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen können an diesem Tag kostenlos in einigen Marburger Buchhandlungen das Buch „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett gegen Vorlage von Buchgutscheinen, die an die Schulen verschickt wurden, erhalten.

Mit dieser Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ wollen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandel, die Stiftung Lesen, der cbj-Verlag, die Deutsche Post und das ZDF Kinder zum Lesen anregen. Auch Integrations- und Willkommensklassen können laut Stiftung Lesen an der Aktion teilnehmen.

Denn der Illustrator Timo Grubing habe einen Comic entworfen, der den Kindern, die noch nicht gut Deutsch können, die Geschichte 
verständlich machen würde. Die Buchhändlerinnen und Buchhändler, die das Welttagsbuch auf eigene Kosten bestellen und dann kostenlos an die Kinder verschenken, tragen laut Stiftung Lesen einen großen Teil dazu bei, dass diese Aktion jedes Jahr wieder erfolgreich verlaufen kann.

Stadtbücherei bietet mehr als 100.000 Medien

Die Stadtbücherei hat am „Welttag des Buches“ nicht geöffnet. Rund um das Jahr organisiert sie aber auch viele Veranstaltungen für Schulen und Kindergärten. Für ihre Konzepte zur Leseförderung für Kinder wurde sie bereits mit dem Hessischen Bibliothekspreis ausgezeichnet. Neben den Printmedien bietet sie Hörbücher, E-Books, Filme, CDs, und vieles mehr. 78 Prozent der Bibliotheksnutzer kommen aus der Universitätsstadt Marburg, 22 Prozent aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Mehr als 100.000 Medien aus allen Themen- und Interessengebieten stehen in der Stadtbücherei zur Verfügung. An der Spitze der ausgeliehenen Medien hält sich trotz des digitalen Wandels immer noch das erste Massenmedium, das Buch.

Bibliotheken dienen heute vielen auch als ein sozialer Ort, den Familien und Jugendliche als Treffpunkt zum Lesen, Schreiben und Unterhalten nutzen. In vielen Bibliotheken gibt es die Möglichkeit, Zeitungen aus dem In- und Ausland zu erhalten. Für Kinder gibt es Leseecken, in die sie sich zurückziehen können. Mit erfinderischen Konzepten zur Gestaltung der Räumlichkeiten und dem vielfältigen Angebot gelingt es vielen Bibliotheken wieder, breitere Gruppen von Menschen zu erreichen.     

von Janine Busse

OP-Umfrage: Welches Buch lesen Sie gerade?

Alexander Bergs (23), Student: Ich studiere Sportwissenschaften und Englisch und beschäftige mich passend zum Studium momentan mit dem Buch „Azyklische Bewegungen im Kugelstoßen“.

Ruben Stachowitz (55), Mathematik- und Physiklehrer: Ich bevorzuge die Genres Krimi und Fantasy. Ich bin ein großer Fan der Harry-Potter-Bücher und bezeichne mich selbst deshalb auch als „Potteraner“.

Julia Neumann (24), Studentin: Derzeit lese ich kein Buch. Ein Lieblingsbuch in dem Sinne habe ich auch nicht. Aber wenn ich ein Buch zur Hand nehme, dann kommt es häufig aus dem Genre des Thrillers.

Lisa Blasius (21), Studentin: Für mich ist weniger die Spannung in einem Buch von großer Bedeutung, sondern vielmehr der Humor. Ich lese gerne Bücher des Poetry-Slammers Julius Fischer.

Hans Flick (80), Rentner: Peter Wohlleben schätze ich. Von ihm habe ich bereits die Bücher „Der Wald“ und „Das geheime Leben der Bäume“ gelesen. Ich lese auch gerne Bücher über unterschiedliche Ethnien.