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Flüchtiger Blick in die Seele des Sängers

Michael Jackson Flüchtiger Blick in die Seele des Sängers

Opulent sollte es werden: 50 Konzerte, alle in London, alle ausverkauft. Das letztmalige Comeback des King of Pop, dem kein Superlativ genügt. Die letzten großen Auftritte: „This Is It“ – „Das war’s“.

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Jacko tanzt sie alle an die Wand – Szene aus „This is it“.

Quelle: Sony Pictures

Marburg. Aber es sollte nicht sein. Michael Jacksons tragischer Tod am 25. Juni dieses Jahres wird es nicht zu diesem Event kommen lassen.Doch die Aufregung um seine Person ist posthum umso größer. Plötzlich waren die Aufzeichnungen der Proben zur angesetzten Konzertserie Gold wert.

Ursprünglich für die Privatvideothek ‚MJ’s gedreht, ermöglichen sie seit gestern auch den deutschen Fans, sich visuell von Jackson zu verabschieden. Dass sie nicht eigentlich für Lichtspielhäuser gedacht waren, hat zur Folge, dass die Einstellungen sich immer ähnlich bleiben. Die Zuschauer erwartet also kein filmisches Kunstwerk, mit denen der King of Pop die Musikvideobranche ein ums andere Mal auf den Kopf stellte.

Zwar werden seine Platten, die diesen Sommer bereits die ersten sechs Plätze der deutschen Charts besetzten, nachhaltiger in Erinnerung bleiben. Aber „This Is It“ gibt einen versöhnlichen Einblick in die letzten Anstrengungen eines Stars, der sich seinen Fans zum letzten Mal präsentieren wollte. Die Aufnahmen zeigen einen überraschend fitten Michael Jackson, der sich akribisch auf die anstehenden Auftritte vorbereitet, weil er etwas zurückgeben will. Zwischen die Probeaufnahmen sind immer wieder kurze Interviewschnipsel mit Musikern, Tänzern und Backgroundsängern geschnitten, die von der Zusammenarbeit mit Jackson berichten. Mehr als oberflächliche Lobhudeleien kommen dabei allerdings nicht heraus. Wer eine erklärende Studie über die Persönlichkeit des Stars erwartet, ist in dieser eher dokumentarischen Filmschau falsch. Man erhascht nur einen flüchtigen Blick in die Seele des Sängers.

von Christoph Spieker

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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