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Fein abgestimmte Dialoge

Orchester Fein abgestimmte Dialoge

Unter der Leitung von Ian Brown und mit ihm als Klaviersolist erklangen am Freitag in der gut besuchten Stadthalle Marburg Werke der Wiener Klassik und der klassischen Moderne.

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Einige Musiker des Stuttgarter Kammerorchesters, das in Marburg zu überzeugen wusste.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Erinnerungen wurden wach an das Konzertverein-Gastspiel des Stuttgarter Kammerorchesters vor zwei Jahren. Damals hatte Ian Brown zum Auftakt die „Variations on a Theme of Frank Bridge“ von Benjamin Britten dirigiert, diesmal widmete er sich dessen 1933 entstandener „Simple Symphony“, dem Werk eines 20-Jährigen, in dem dieser acht Kompositionen aus seiner Kindheit und Jugend verarbeitet hat. Die exzellenten Stuttgarter Streicher durchmaßen mit Verve die ungestüm voranstürmende „Boisterous Bourrée“, ließen lustvoll das Rustikale des ausschließlich gezupften „Playful Pizzicato“ erklingen, um anschließend sehnsuchtsvoll die „Sentimental Saraband“ zu singen, bevor im „Frolicsome Finale“ wieder ausgelassenes Musikantentum die Oberhand gewann.

Ebenfalls wie vor zwei Jahren erklang als zweites ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit seiner Wiedergabe des G-Dur-Konzertes KV 453 hatte Ian Brown dem Publikum, wie in der OP zu lesen war, das „reinste Mozart-Glück“ beschert. Diesmal, im B-Dur-Konzert KV 450, gelang ihm dies nicht ganz. Bewundernswert waren wieder seine abstufungsreiche Anschlagskultur, das kristallklare Perlen der Koloraturen und Verzierungen, die Empfindungstiefe des Ausdrucks und nicht zuletzt die fein abgestimmten Dialoge mit den von Mozart so fantasievoll ins konzertante Spiel einbezogenen Bläsern. Aber man merkte Brown auch an, dass ihn die hohen technischen Ansprüche dieses Konzertes, um mit Mozart zu sprechen, „schwitzen machten“.

von Michael Arndt

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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