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Erziehung: Experten warnen vor Bachelor & Co.

Realityshows Erziehung: Experten warnen vor Bachelor & Co.

Kinder sollten Realityshows wie der „Bachelor“ oder das „Dschungelcamp“ nicht alleine schauen, rät Flimmo.

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Derzeit läuft die achte Staffel des "Bachelor".

Quelle: Lukas Schulze

München. Flimmo ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern. Es bietet Eltern Hilfe bei der Fernseherziehung ihrer Kinder an. Für Kinder seien Formate wie der „Bachelor“ oder das „Dschungelcamp“ deshalb so interessant, weil sie auf dem Schulhof oder im Freundeskreis mitreden wollen. Kinder im Grundschulalter sollten solche Realityshows gar nicht sehen, rät Flimmo. Bei älteren Kindern sei es wichtig, einen kritischen Blick auf solche Sendungen zu fördern.

Beim „Bachelor“ beispielsweise seien die vermittelten Vorstellungen von Liebe aus pädagogischer Sicht haarsträubend. „Die Frauen werden als Luxusartikel inszeniert, mit denen sich der 'Bachelor' umgibt – neben Sportwagen, Champagner und Designeranzug“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem werde der „Zickenkrieg“ der Kandidatinnen um den Bachelor als typisch weiblich stilisiert.

Am Freitag startet die 15. Staffel des „Dschungelcamps“. „Wie Menschen hier in gefährlichen, peinlichen und ekligen Situationen bloßgestellt werden, vermittelt ein fragwürdiges Menschenbild“, schreibt Flimmo. „Der Zuschauer wird zum Voyeur gemacht. Häme und Schadenfreude sind die wesentlichen Bestandteile der Sendung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar werde das Format nach 21 Uhr ausgestrahlt. Highlights der Sendung finden sich aber – rund um die Uhr – im Internet wieder.

Zur kindlichen Entwicklung gehöre es aber auch, sich ein eigenes Urteil zu bilden. „Wird der Gruppendruck und die Neugierde zu groß, können Eltern mit älteren Kindern gemeinsam eine Folge ansehen“, rät Flimmo. „Entscheidend ist, Kindern zu vermitteln, dass diese Sendungen inszeniert sind.“ Die Kinder sollten mithilfe ihrer Eltern hinter die Kulissen blicken.

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