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Marburg Existenzkrise zwischen Popo und Pipi
Marburg Existenzkrise zwischen Popo und Pipi
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19:38 09.02.2010
Michael Köckritz und Franziska Endres in einer Szene von „Leonce und Lena“. Quelle: HLTH

Marburg. Als „Dekonstruktion von Erwartungen“ sieht Kayser den Stoff, der zwar märchenhafte Elemente beinhaltet, dessen absurd anmutende Handlung in den Königreichen Popo und Pipi jedoch eher „die Geschichte junger Menschen erzählt, die in etwas hineingepresst werden, aus dem sie entfliehen wollen“, wie der Regisseur es formuliert. Ganz bewusst für ein junges Publikum habe er seine Arbeit ausgerichtet, erklärt Kayser, der „Leonce und Lena“ in Marburg als Gastregisseur inszeniert. Für ihn ist die Frage nach dem Sinn des Daseins in seiner sinnentleerten Gesellschaft eine hochaktuelle Thematik unter jungen Erwachsenen.

Franziska Endres ist in der Rolle der Prinzessin Lena zu sehen, Leonce wird von Michael Köckritz verkörpert. Dass die beiden Königskinder voreinander und vor der arrangierten Ehe fliehen, sich unbekannterweise ineinander verlieben und am Ende gegen ihren erklärten Willen ein Paar werden, ist eine der großen Pointen der Schauspielgeschichte.

Kayser ist selbst auch für die Ausstattung der Inszenierung verantwortlich – und ihm war bewusst, dass es nicht einfach werden würde, den Stoff im Ambiente des Fürstensaals von historisierenden Elementen freihalten zu können.

von Carsten Beckmann

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