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Eva auf der Suche nach Adam und sich selbst

Marburg-Debüt Eva auf der Suche nach Adam und sich selbst

Johanna Holembowski will in Marburg ihre Bühnen-Karriere starten. Am Mittwoch gab sie ir Debüt in der Waggonhalle.

Marburg. Als ihre Schwester in Marburg studierte, hat sie bei Besuchen die Stadt lieben gelernt. Sie sei schön grün, nicht zu groß und sie habe schnell Freunde gefunden. Ein idealer Ort, um hier ihre Karriere zu starten, erzählte die 24-Jährige. Geboren wurde sie in Lohr am Main, fürs Schauspielstudium zog es sie nach Bern.

Bepackt mit Rucksack, Gitarre um den Hals, Helm auf dem Kopf und Tröte im Mund eröffnete sie am Mittwoch in der Waggonhalle ihr erstes Programm in Marburg "Hat jemand Adam gesehen?". Die Bühne ist einfach gehalten. Eine Bank, ein kleiner Verstärker, ein Gitarrenhalter und ein Kleiderständer, der einen Baum darstellen soll. Knapp 90 Minuten lang dreht sich alles um Eva, die plötzlich allein auf ihrem Bio-Bauernhof ist. Abel ist tot, Kain ist abgehauen und ihr eigentlich anständiger Adam hat auch seine Sachen gepackt und hinterlässt ihr nur eine Geschenkebox voller Äpfel.

Entlang selbst geschriebener Lieder begleitet sie die Suche Evas. Die Effekte des kleinen Verstärkers oder eine hohe Mickey-Mouse-Stimme machen den Text jedoch stellenweise schwer verständlich.

von Mareike Bader

Sie ist mal frech, verschmitzt, dann aufgedreht, laut, derb, aber auch mal ruhig und nachdenklich. So bei dem schönen Lied "Schenke mir noch einen letzten Atemzug deines Lebens, bevor du gehst", in dem sie das Thema Trauer auf eine liebevolle Art behandelt ohne melancholisch zu sein.

Insgesamt dreht sich die Gefühlswelt jedoch oft viel zu schnell. So bleibt die Gedankenreise über Glück, Zufriedenheit, Alleinsein, Liebe, Wertschätzung und Anerkennung oft schwer nachzuvollziehen. Als Adam sie zum Schluss zurück ins Paradies bittet, kommt sie zum Fazit: Am Ende ist am Anfang.

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