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Es wird gelacht werden

Marburger Kabaretherbst beginnt Es wird gelacht werden

Am 5. September beginnt der inzwischen 14. Marburger Kaberettherbst. Bis Dezember werden 20 Shows geboten. Georg Schramm, einer der deutschen Kabarettstars, ist bereits ausverkauft.

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Stars der deutschen Kabarettszene (von oben links im Uhrzeigersinn): Georg Schramm, Rolf Miller, Jochen Malmsheimer, Martina Brandl, Django Asül und Lisa Politt kommen.Foto: KFZ

Marburg. Die KFZ-Kabarettherbst-Planerinnen Sabine Welter und Gerti Diermaier haben noch einmal so richtig in die Vollen gegriffen: Den Umbau der Marburger Stadthalle vor Augen präsentieren sie dort im Kabarettherbst gleich vier Shows. Und eine davon - „Meister Yodas Ende von Georg Schramm am 23. November - ist schon ausverkauft, obwohl das Programm erst gestern der Presse und damit der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Schramm-Fans in ganz Deutschland haben den Termin auf der Homepage des Meisters entdeckt - und ganz schnell gebucht.

Ganz schnell buchen müssen die vielen Marburger Kabarettfans auch so manche andere Show in diesem lustig-skurril-bösen Herbst, denn die Nachfrage ist groß. Das KFZ hat die Stadthalle neben Georg Schramm noch für Rolf Miller (9. November), den Mann, der keinen Satz zu Ende bringt, und Django Asül, den türkischstämmigen Niederbayern, gebucht (29. September). Beide sind Stars der deutschen Kabarettszene.

Und schließlich kommt noch ein waschechter Chefarzt in die Stadthalle: Am 14. November bittet Dr. Manfred Lütz in seinem psychologischen Medizin-Kabarett zur Visite: „Irre! Wir behandeln die Falschen“, sagt der Bestsellerautor und meint: „Unser Problem sind die Normalos“. Das Gastspiel ist eine Kooperation mit dem 2011 gegründeten „Marburger Bündnis gegen Depression“.

Kooperationen werden in diesem Kabarettherbst beim KFZ ohnehin groß geschrieben: Zwei Veranstaltungen plant das KFZ gemeinsam mit dem Verein Strömungen. So kommt der Hamburger Autor Frank Schulz am11. September ins KFZ mit seinem Buch „Onno Viets und der Irre vom Kiez“. Ein Krimi zwar - deshalb ist Schulz auch Teil des Marburger Krimifestivals - aber so irre komisch, dass er nach Ansicht von Manfred Paulsen gut in den Kabarettherbst passt.

Die zweite Veranstaltung mit Strömungen ist eine Lesung mit dem Kult-Autor Marc-Uwe Kling am 20. Dezember im Audimax. Nach zwei ausverkauften Shows im Februar an einem Abend im KFZ dürfte der Run auf die Karten für die „Känguru-Offenbarung“ spätestens mit Semesterbeginn einsetzen.

Eine dritte Kooperation hat das KFZ mit dem Marburger fast Forward Theatre. Das Team um Martins Esters tritt allerdings nicht selbst auf - es hat zwei ziemlich durchgeknallte Kanadier eingeladen: Shawn und Dennis lernen am 6. November im KFZ deutsch. Und weil die beiden Theater nur dann so richtig gut finden, wenn dort eine Stimmung wie beim Wrestling herrscht, kann man sich in etwa vorstellen, was die Besucher erwartet.

Nicht verpassen sollten Kabarettfans auch Jochen Malmsheimer, den Hausmeister aus Neues aus der Anstalt, der sein Publikum so wunderbar mit seinen Wut-Tiraden unterhält. Er kommt am 27. Oktober ins KFZ.

Eröffnet wird der Kabarettherbst am 5. September von süßen kleinen selbstmordgefährdeten Schafen: Das Lübecker Wasser-Marionettentheater kommt mit seinen Sheep Stories auch am 6. September ins KFZ - beide Shows werden wohl ausverkauft sein.

Außerdem tritt Martin „Maddin“ Schneider zu einem Heimspiel in dem Haus an, in dem er auf der Offenen Bühne beim Marburger Abend groß geworden ist. „Mach mal Hals lang ... und andere Weisheiten aus dem Aschebeschär“ gibt es am 12. Oktober.

Außerdem kommen Michi Altinger & Band (21. September), H.G Butzko (5. Oktober), Lisa Politt (3. November), Lutz von Rosenberg Lipinsky, der in Marburg studiert hat, das Pop-A-cappella-Trio „Ganz schön feist“ (6. Dezember) und Martina Brandl (14. Dezember).

Unterstützt wird der Kabarettherbst seit 1999 als Hauptsponsor von der Marburger Sparkasse. Deren Vorstandsvorsitzender Andreas Bartsch sagte gestern: „Die Sparkasse ist dem KFZ seit Jahren verbunden - aus Überzeugung. Wir werden auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.“ Das KFZ gehöre zur kulturelle Vielfalt der Stadt.

von Uwe Badouin

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