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Marburg Stadträtin lehnt "Turbo-Ausbildung" ab
Marburg Stadträtin lehnt "Turbo-Ausbildung" ab
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12:00 23.02.2019
Symbolfoto: Die Stadt Marburg will bei der Ausbildung von Erziehern nicht auf eine Express-Qualifizierung setzen, wie es sie etwa in Hamburg gibt. Quelle: Daniel Karmann
Marburg

Voraussetzung dafür ist, dass die Teilnehmer ­einen Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung etwa als Logopädin, Ergotherapeutin, Kinderkrankenschwester oder Hebamme vorweisen können. Damit gelten sie als sogenannte Erstkräfte, genau wie staatlich anerkannte Sozialpädagogen und Erzieher.

Dinnebier: „Stadt setzt „auf eine hohe Qualität“

Vorübergehend wird das Berufsfeld – als Zweitkräfte – demnach auch für Menschen ohne Ausbildung, für alle, die mindestens einen Hauptschulabschluss haben, geöffnet. Ein Weg, der auch in Marburg – wo in den kommenden Jahren bis zu 60 neue Stellen in dem Bereich geschaffen werden sollen – infrage kommt?

Auf OP-Anfrage sagt Stadträtin Kirsten Dinnebier (SPD): „Die Stadt setzt bei der Kinderbetreuung auf eine hohe Qualität. Denn unser Förderauftrag umfasst die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder und wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als einen elementaren Ort in der frühkindlichen Bildung. Daher ist es uns wichtig, dass wir qualifizierte, pädagogisch ausgebildete Fachkräfte einsetzen. Wir setzen daher auch weiterhin auf eine starke Kooperation mit den ausbildenden Schulen und Universitäten und eine Bindung von jungen Fachkräften an die Marburger Einrichtungen.“ Zuletzt kündigte Dinnebier auch eine engere Verzahnung von Kitas und ­Tagespflegepersonen an.

von Björn Wisker