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Erweiterung brächte 150 neue Parkplätze

Parkhaus Pilgrimstein Erweiterung brächte 150 neue Parkplätze

Bis zu 150 Parkplätze sollen im Parkhaus Pilgrimstein neu entstehen. Wann es so weit sein soll, ist aber noch unklar.

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Das Parkhaus Pilgrimstein soll erweitert werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Sicher nicht zufällig erinnerte Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) vor dem Arbeitskreis für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AfK) unter der Woche an einen Beschluss der Stadtverordneten, der direkt nach der Kommunalwahl 2016 die Zusammenarbeit der heutigen Mehrheit aus SPD, CDU und Bürgern für Marburg (BfM) einläutete und damals nichts weniger als eine verkehrspolitische Wende für Marburg bedeutet hatte:

„Der Magistrat wird aufgefordert, den Stadtwerken den Auftrag zu erteilen, eine­ ­Erweiterung des Parkhauses Pilgrimstein in Richtung Norden konzeptionell zu erarbeiten, um eine Angebotsverbesserung an innerstädtischen Park- und Fahrradparkplätzen zu ermöglichen“, beschloss das Parlament im Juni 2016 mit den Stimmen von SPD, CDU, BfM und der Fraktion von FDP/Marburger Bürgerliste.

Die OP hatte kurz zuvor die Pläne der Stadtwerke vorgestellt, die sie bis dahin auf Veranlassung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) entwickelt hatten:

  • Bis zu 150 Parkplätze könnten entstehen, wenn das Parkhaus am Pilgrimstein in Richtung Norden – also in Richtung Elisabethkirche – verlängert würde. ­Nach Plänen der Stadtwerke müssten, abgesehen von punktuellen Bohrungen, keine­ Eingriffe in den Felsen zur ­Oberstadt vorgenommen werden – ein klarer Vorteil gegen der gleichfalls erwogenen Erweiterung in Richtung Süden.
  • Die Baukosten würden etwa 3 bis 4 Millionen Euro betragen.
  • Die bisherige Baustruktur des Parkhauses, insbesondere die Auffahrten, könnte nach einer Erweiterung wie zuvor benutzt werden.
  • Einen Teil der zusätzlich ­gewonnenen Parkplätze könnte den Bewohnern der Oberstadt als Dauerparkplatz angeboten ­werden.

Ähnliche Pläne hatten die Stadtwerke 2013 schon einmal vorgestellt, die damalige Mehrheit aus SPD und Grünen war das Vorhaben damals aber nicht angegangen. Der ehemalige Oberbürgermeister Egon Vaupel hatte vielmehr 2014 ein Parkraumkonzept vorgestellt, das ­eine Erweiterung des Parkhauses ausdrücklich nicht vorsah.

Laut den Zahlen der Stadtwerke aus dem Jahr 2016 war das Parkhaus Pilgrimstein an 261 Tagen zu 75 Prozent oder mehr ausgelastet gewesen, an 143 Tagen in der Spitze sogar zu mehr als 90 Prozent.

Auf Nachfrage der OP sagte­ Stötzel, an den Plänen werde­ weiter gearbeitet. Er rechne aber nicht damit, dass „noch in diesem Jahr die Bagger anrollen“. Auch eine Eröffnung im Jahr 2019 hält der Bürgermeister für nicht sehr wahrscheinlich, sagte er der OP. Stötzel begründete dies unter anderem mit komplizierten Grundstücksverhältnissen nördlich des bestehenden Parkhauses.

Die Stadt hat für die Grundstücke, auf denen das Parkhaus errichtet ist, ein Erbbaurecht bis 2069. Zwei der Grundstücke, die für eine Erweiterung notwendig wären, gehören der Stadt und jeweils einer Privatperson gemeinsam. Für die anderen Grundstücke hat die Stadt ebenfalls ein Erbbaurecht bis 2069.

Unklar ist, ob für die Erweiterung ein neuer Bebauungsplan verabschiedet werden muss.

von Till Conrad

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