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Erste Bilanz: Polizei hatte "reichlich zu tun"

Rosenmontag Erste Bilanz: Polizei hatte "reichlich zu tun"

Am Morgen nach dem Rosenmontag in Marburg zieht Polizeipressesprecher Martin Ahlich eine erste Bilanz: "Die Kollegen hatten eine lebhafte Nacht." Die Polizei nahm mehrere Anzeigen auf, unter anderem eine wegen sexueller Belästigung.

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Die Polizei war auch noch lange nach dem Umzug im Einsatz.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Rosenmontagsumzug in Marburg verlief ohne Zwischenfällt. Danach hatte die Polizei am Rosenmontag und in der Nacht zum Faschingsdienstag - wie erwartet - alle Hände voll zu tun und fuhr viele Einsätze. Angesichts der Menge der Menschen, die gestern in und um Marburg Karneval gefeiert haben, sei jedoch alles im Rahmen geblieben, resümiert Pressesprecher Martin Ahlich.

Eine 36-jährige Frau zeigte laut Polizeimeldung fast drei Stunden nach dem Vorfall eine sexuelle Belästigung an. Obwohl sie ihn eindeutig aufgefordert habe, die Berührungen zu lassen, habe der Mann nicht reagiert. Die Frau beschrieb den Mann als "Macho-Typ". Er war etwa 1,89 Meter groß, Ende 30 Jahre alt und sportlich. Er hatte kurze, braune Haare, braune Augen und einen Drei- bis Vier-Tage-Bart, der eventuell auch aufgemalt war. Der Mann sprach laut Polizeiinformation akzentfreies Deutsch. Die Suche nach dem beschriebenen Täter in der Gaststätte im unteren Steinweg blieb erfolglos.

Mit steigendem Alkoholpegel sei es vermehrt zu Beleidigungen, Sachbeschädigung und Körperverletzungen gekommen, die angezeigt wurden. Schwerer verletzt wurde laut Information der Polizei niemand. Die Einsätze konzentrierten sich nach dem Rosenmontagsumzug auf die Gaststätten in der Kernstadt. Zwei polizeibekannte junge Männer, die einen ausgesprochenen Platzverweis nicht befolgten, nahm die Polizei um 21 Uhr bis Mitternacht in Gewahrsam.

Zwei Menschen müssen sich noch wegen Widerstands gegen die Polizei verantworten.

Im Ostkreis und dem Hinterland blieb es laut Ahlich ruhig. Bei Verkehrskontrollen dort, lag das höchste Ergebnis eines Alkotests bei 0,22 Promille.

In Marburg hingegen fuhr ein Autofahrer um 2.25 Uhr in der Universitätsstraße mit 1,29 Promille unter deutlichem Alkoholeinfluss. Der 29-jährige Marburger musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben. Über die Dauer des Führerscheinentzugs und die strafrechtliche Konsequenz werde ein Gericht entscheiden.

Tritte gegen Bundespolizisten am Bahnhof

Auch die Bundespolizei zieht eine "positive Einsatzbilanz". Nach Marburg kamen rund 20.000 Besucher, davon reisten etwa 500 Karnevalisten per Bahn zum Rosenmontagsumzug an, heißt es in einer Meldung der Bundespolizei in Kassel.

"Damit die An- und Abreise reibungslos klappt, waren wir in den Bahnhöfen Fulda und Marburg verstärkt präsent", sagte Rainer Paul, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Kassel.

Im Bahnhof Marburg wehrte sich laut der Polizeimeldung ein 20-Jähriger aus Eritrea mit Tritten und Schlägen gegen eine Kontrolle. Zwei Bundespolizisten überwältigten den Mann und fesselten ihn. Verletzt wurde niemand. Gegen den 20-Jährigen hat die Polizei ein Strafverfahren eingeleitet. Der Mann kam nach den Ermittlungen wieder frei.

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