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Marburg Erotikmärchen für Erwachsene
Marburg Erotikmärchen für Erwachsene
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14:55 10.02.2018
Romantik und Liebesspielchen mit einem Hauch SM: Multimillionär Christian Grey (Jamie Dornan) trägt Anastasia (Dakota Johnson) auf Händen. Quelle: Doane Gregory/Universal Pictures
Marburg

Fans der Sadomaso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ können sich freuen: Pünktlich zum Valentinstag kommt der dritte Teil „Befreite Lust“ nach den Bestsellern der britischen Autorin E. L. James in die deutschen Kinos.

600 Zuschauer(innen), zu gefühlt 99 Prozent Frauen, sahen den Film am Mittwochabend im Cineplex in der OP-Vorpremiere. Sie erfuhren, wie die Lovestory zwischen dem Multimillionär Christian Grey (Jamie Dornan) und der jungen Studentin Anastasia (Dakota Johnson) weitergeht. Obwohl die meisten Kritiker kein gutes Wort für die beiden Vorgängerfilme fanden – fünf „Goldene Himbeeren“, Hollywoods Schmähpreise, heimste der erste Teil ein – ließen die Erotikstreifen die Kassen klingeln.

Zuschauermeinungen

„Bester Film von allen drei Teilen. Kann man nur sagen: Ab ins Spielzimmer.“ Elisabeth Abel (18) aus Marburg

„Ein wenig ,Pretty Woman‘ für Fortgeschrittene, ,Fast and Furious‘ für Ältere und viel zu viel weichgespülte Romantik. Es war aber trotzdem nett.“ Silke Ehrling (47) aus Lollar

„Hot.“ Sonja Weber aus Marburg

„Hatte ein bisschen was von Rosamunde Pilcher.“ Heike Seibert aus Marburg

„Hammer-Geschichte, spannend und doch romantisch.“ Laura Wehn (22) aus Wetter

„Gelungener Abschluss, den ,frau‘ auf jeden Fall gesehen haben muss.“ Lisa-Marie Balzer (26) aus Kirchhain

„Um mitreden zu können …“ Bärbel Tschirner aus Lahntal

„Der beste Teil von allen. Ich liebe ihn jetzt schon. Das zweite Date im Kino ist gebucht.“ Isabell Baumann (26) aus Lahntal

„Pädagogisch nicht sehr wertvoll. Aber wann man Teil I und II gesehen hat, musste man auch Teil III sehen – der Vollständigkeit halber.“ Bettina Behrndt aus Lahntal

„Unvergesslich.“ Vanessa Bartel aus Kirchhain

„Ich gebe Dir meine Hand und mein Herz bis ans Ende unserer Tage“, verspricht Christian bei der Traumhochzeit, die in Rückblenden erzählt wird. In einem figurbetonten Brautkleid aus weißer Spitze schwört Anastasia ebenfalls ewige Liebe. Danach geht es – verfolgt von Paparazzi – mit dem Privatjet in die Flitterwochen nach Paris und an die Cote d’Azur.

Auf einer Sonnenliege am Strand kommt Mr. Grey natürlich seinen Eincreme-Pflichten nach – inklusive neckischen Klaps auf den Po. Danach geht es per Jetski zu Sexspielchen auf eine Yacht, bei denen Anastasia ans Bett gefesselt wird, weil sie sich ihrem Herrn und Gebieter „widersetzt“ hat.

Regisseur James Foley („House of Cards“), der schon beim zweiten Teil Regie geführt hat, setzt wieder auf das bewährte Rezept der Vorgängerfilme: Glanzvolle, stilisierte Bilder von der Hochzeit, Ausflüge mit dem Privatjet und Flitterwochen am Meer wechseln sich ab mit erotischen Liebesspielchen mit einem Hauch SM.

Die Gewinner

Je zwei Freikarten gehen an: 
Anke Hillig aus Marburg, Julia Heiner aus Sterzhausen, Sarah Elmshäuser aus Rauschenberg, Vanessa Bartel aus Kirchhain und Mareike Walther aus Cölbe. Die Karten werden zugeschickt.

Dabei ist Dakota Johnson immer wieder in Nahaufnahme zu sehen, wie sie sich an- und auszieht oder auf ihre Unterlippe beißt. Von Jamie Dornan bekommen die Zuschauer immerhin den nackten Oberkörper und sein knackiges Hinterteil zu sehen.

Um etwas Spannung in die Geschichte zu bringen, taucht Anas Ex-Chef Jack Hyde (Eric Johnson) auf, der auf Rache sinnt. Zuerst versucht er Ana, dann Christians Schwester Mia (Rita Ora) zu entführen. Doch die eigentliche Bedrohung für das Glamour-Paar lauert woanders. Ana ist ungewollt schwanger und damit kommt der Egoist Christian gar nicht klar: „Ich bin nicht bereit, Dich mit irgendjemanden zu teilen“, schnauft er wütend. Doch das Märchen von Aschenputtel im Hochglanzformat wäre kein Märchen, wenn es nicht auch für dieses Problem eine einfache Lösung gebe.

Für alle aufgeklärten Frauen (und Männer) ist der Film eine Zumutung, weil auch nicht ein Klischee ausgelassen wird. Fans der Serie werden wegen all der schönen Hochglanzbilder und der Sexszenen trotzdem wieder in Scharen in die Kinos stürmen. Aber vielleicht will man/frau sich auch nur über all die Klischees herrlich amüsieren – auch das ist möglich bei „Fifty Shades of Grey – Befreite Lust“.

von Carola Große-Wilde