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Entführungsdrama spielt in bekannter Umgebung

Alfred Wallon stellte seinen Marburg-Krimi vor Entführungsdrama spielt in bekannter Umgebung

Passend zum Titelbild des Buches "Endstation" fand die Lesung im Spiegelslustturm statt. Und auch wenn der Autor selbst nicht damit gerechnet hatte - das Turmcafé war bis auf den letzten Platz besetzt.

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Der heimische Autor Alfred Wallon.Foto: Bader

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Er sei „emotional tief erschüttert“ ob des großen Andrangs. Sogar drei seiner ehemaligen Lehrer hatte der Autor aus Ebsdorfergrund entdeckt. Mit Ortskenntnis konnte man also rechnen. Dazu kam noch weise Voraussicht, denn als Alfred Wallon vor eineinhalb Jahren seinen Krimi zu schreiben begann, ahnte er nichts von der aktuellen Diskussion um das Uniklinikum Marburg. Genau dort beginnt die Geschichte von Manfred Hellmer, ein Krankenpfleger, der nach einigen persönlichen Schicksalsschlägen auch noch seinen Job verliert. Er hat weder Frau noch Kinder. Sein Vater ist vor drei Jahren gestorben, danach lebte die Mutter bei ihm in einer Einliegerwohnung. Als sie an Darmkrebs erkrankte, pflegte er sie bis zu ihrem Tode.

Ohne Job ist eine Aufstockung seines Kredits für die notwendigen Reparaturen an seinem Haus hoffnungslos. Die Frage ist: Wird er untergehen oder etwas unternehmen? Sich für eine Entführung zu entscheiden ist jedoch kein Ratschlag fürs reale Leben, so Alfred Wallon. Im Krimi entführt Hellmer die Bankierstochter Nadine Hagendorn und erpresst deren Eltern um 150000 Euro.

Die Handlung ist zwar frei erfunden, die Handlungsorte gibt es aber tatsächlich. Gleich zu Beginn der Lesung ging es vom Wohnort Hellmers in Cappel zum Klinikum. Die Autofahrt ist genauso beschrieben wie man es oft selbst erlebt. Man kann sich bildhaft vorstellen wie Hellmer erst eigenartig überholt wird und dann zu einem der vielen Parkplätze rund ums Klinikum fährt. Auch das Natursteinwerk zwischen Heskem und Wittelsberg, wo er sein Opfer gefangen hält, und die Wege dorthin und wieder zurück nach Cappel sind so beschrieben, dass man immer das Gefühl hat zu wissen wo sich die Hauptfigur gerade befindet. Hauptkommissar Klaus Westermayer nimmt in der heimischen Lesern bekannnten Umgebung die Ermittungen auf.

Lutz Götzfried begleitete den Abend musikalisch mit Moritaten-Liedern wie „Die Ballade vom Förster und der Gräfin“ von Bertolt Brecht.

Alfred Wallon stellt seinen Marburg-Krimi am Dienstag, 15. Mai, noch einmal in der Waggonhalle vor

von Mareike Bader

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