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Marburg Endlich, die vier Pilzköpfe in Marburg
Marburg Endlich, die vier Pilzköpfe in Marburg
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18:32 13.01.2013
Man muss schon zweimal hinschauen. „The Cavern Beatles“ standen musikalisch ihren Vorbildern in nichts nach. Quelle: Manfred Schubert
Marburg

„Hey Jude“, klang es aus einer Ecke des Foyers. Mehrere Frauen standen zusammen und verliehen der Begeisterung über das gerade miterlebte Konzert auf diese Weise deutlich hörbaren Ausdruck. „Es hat uns sehr gut gefallen und wir waren heute Abend wieder sehr jung“, sagten Anette Graf und Margarete Pitzer. Sie und 14 weitere Sängerinnen des gemischten Chors Bottenhorn waren gemeinsam mit dem Linienbus angereist, um „The Cavern Beatles“ in der Stadthalle zu erleben.

Ebenso wie diese Gäste aus dem Bad Endbacher Stadtteil dürften auch wenige der anderen 500 Zuschauer einst die Originale bei einem Auftritt live erlebt haben, selbst wenn es etlichen vom Lebensalter her möglich gewesen wäre. Bekanntlich kamen die Beatles während ihres Bestehens von 1960 bis 1970 leider nie bis Marburg.

Die „Cavern Beatles“, benannt nach dem berühmten Liverpooler Club, in dem ihre Vorbilder einst auftraten, vermitteln aber, wenn man Leuten, die den direkten Vergleich ziehen können, glauben darf, einen sehr guten Eindruck davon, wie es damals geklungen und ausgesehen haben mag.

Einige behaupten sogar, sie würden besser klingen. Das Publikum in Marburg tat seinen Teil dazu, die entsprechende Stimmung zu schaffen, und verhalf der als eine der besten Beatles-Tribute-Bands geltenden Gruppe zu einem gelungenen Tourauftakt, für den sie sich überschwänglich und mit vier Zugaben bedankte. Lediglich das seinerzeit übliche Teenager-Gekreische fehlte – vielleicht auch glücklicherweise.

Die Musiker Paul Tudhope (John Lennon), Steve White (Paul McCartney), Craig Gamble (George Harrison) und Simon Ramsden (Ringo Starr) kommen alle ebenfalls aus Liverpool und haben somit den typischen Slang sowie die Verehrung für ihre Idole schon mit der Muttermilch aufgesogen. Sehr gute Gesangsqualitäten, die Beherrschung ihrer Instrumente bildeten die Basis, der Wechsel von Perücken und Kostümen im Verlauf des fast dreistündigen Konzerts vollendete die Illusion, einem Originalkonzert beizuwohnen. Nur, dass hier wie im Zeitraffer die musikalische und optische Entwicklung der Beatles auf der Bühne ausgebreitet wurde.

In der ersten Hälfte standen die vier in den braven schwarzen Anzügen auf der Bühne, sangen einen der frühen Klassiker nach dem anderen von „She loves you“ über „Roll over Beethoven“, von „Hard day‘s night“ über „Help!“ bis „I‘m down“. Den Aufforderungen bei einigen der flotten Stücke, aufzustehen, mitzuklatschen und zu tanzen, leisteten die Zuschauer trotz der beengten Stuhlreihen bereitwillig umgehend Folge, alte Paare blickten sich mit leuchtenden Augen an und herzten sich spontan, wenn wieder ein bekannter Song begann.

Nach der Pause wurde es farbiger. In den knallbunten Kostümen der „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ kehrten die Jungs zurück und streiften schließlich die zwanglose Kleidung und Frisuren der Hippiezeit über. Die Sitzplätze wurden nur noch bei den ruhigen Stücken in Anspruch genommen, bei den Zugaben standen alle, klatschten tanzten und sangen lauthals „Yellow Submarine“ und „Get back“ mit.

von Manfred Schubert

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