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Endgültiges Aus für die Schlossfestspiele

Rauischholzhausen Endgültiges Aus für die Schlossfestspiele

Nachdem die Justus-Liebig-Universität Gießen erst die Pläne für die Schlossfestspiele Rauischholzhausen 2012 und jetzt auch für 2013 stoppte, wird es dort kein großes Open-Air-heater mehr geben.

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Was für eine prächtige Kulisse –doch die Schlossfestspiele in Rauischholzhausen wird es wohl nie mehr geben.Archivfoto

Rauischholzhausen. Die Gemündener Konzertagentur Depro winkt enttäuscht ab: „Für uns macht es keinen Sinn mehr, nach zwei Jahren Pause die etablierten Schlossfestspiele noch einmal anzupacken“, sagte Depro-Sprecher Christian Schmidt auf Anfrage der OP. Zuvor hatte der künstlerische Leiter Peter Radestock schon deutlich gemacht, dass die Schlossfestspiele für ihn damit gestorben sind.

Nachdem die Eigentümerin des Schlosses, die Gießener Justus-Liebig-Universität schon die Festspiele für das Jahr 2012 wegen einer Tagung gestoppt hatte (die OP berichtete) kam kürzlich auch die Absage für 2013: „Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Justus-Liebig-Universität aufgrund der noch nicht genau terminierbaren umfangreichen Sanierungsarbeiten für das Jahr 2013 keine längerfristigen Vertragsbindungen eingehen kann“, teilte Uni-Präsident Professor Joybrato Mukherjee der Agentur Depro mit. Depro müsse sich „nach einem anderen Veranstaltungsort“ umhören.

Damit endet eine 2005 vom Hessischen Landestheater begonnene und 2011 von Depro fortgeführte, sehr erfolgreiche Open-Air-Theater-Tradition.

Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz reagierte schockiert und wütend: „Das ist ein Schlag für das Kulturangebot der gesamten Region. Ich hätte erwartet, dass man sich gemeinsam an einen Tisch setzt, und die Renovierungsarbeiten vielleicht partnerschaftlich aufeinander abstimmt. Immerhin ist ja auch die Uni Gießen ein Teil der Region.“

Depro sucht unterdessen nach alternativen Spielorten in der Region - „aber finden Sie mal ein Schloss, das so gut angebunden ist“, meint Schmidt.

von Uwe Badouin

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