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Eingebildeter Kranker trifft Arzt wider Willen

Halbgötter Eingebildeter Kranker trifft Arzt wider Willen

Seit fünf jahren besteht die Theater-AG der Elisabethschule. Ihre jüngste Produktion „Halbgötter“, eine Molière-Adaption, war in der Waggonhalle zu sehen.

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„Halbgötter“ auf der Bühne der Waggonhalle: Die Theater-AG der Elisabethschule verknüpfte in ihrer neuen Produktion zwei Molière-Komödien.Privatfoto

Marburg. Das Stück „Halbgötter“ wurde bei der Premiere vom Publikum begeistert beklatscht. In „Halbgötter“ wurden die zwei Molièrestücke „Der Eingebildete Kranke“ und „Arzt wider Willen“ verknüpft. Diese Adaption haben die Schüler gemeinsam entwickelt. „Die Schwächen, die alle Welt hat“ wollte Molière „auf dem Theater angenehm“ darstellen. Frei nach diesem Motto wurden in „Halbgötter“ Mediziner, geldgierige Frauen und Männer, verliebte Teenager und ignorante Väter auf die Schippe genommen.

Dabei wurden in der Inszenierung die Parallelen zwischen den beiden Stücken besonders unterstrichen und damit das Prinzip des Theaters Molières herausgearbeitet. Obwohl jedes Stück auf einer eigenen Hälfte der Bühne gespielt wird, vermischten sich die Geschichten, wenn einzelne Figuren auch in das Geschehen auf der anderen Bühnenseite eingriffen.

Alle bisherigen Inszenierungen der Oberstufen-Theater-AG der E-Schule haben eines gemeinsam: Es gibt keine Hauptrollen. Tobias Purtauf, Lehrer an der Elisabethschule und Leiter der AG, sieht im chorischen Spiel die Möglichkeit, Rollen auf mehrere Spieler aufzuteilen. Theaterspielen soll zu einem Ensemble-Erlebnis werden und nicht einzelne in den Vordergrund stellen.

Der Erfolg gab ihm Recht: In „Halbgötter“ wurden alle Rollen von allen Darstellern gespielt. Fliegende Rollenwechsel prägten die Inszenierung: Mal traf ein „eingebildeter Kranker“ auf sieben Ärzte, in der nächsten Szene standen wieder vier Töchter vier Vätern gegenüber. Und das alles, ohne, dass der Zuschauer den Überblick verlor. Erwähnenswert ist auch, dass auch ehemalige Schüler der Elisabethschule der Theater-AG treu geblieben sind. Auch Technik und die Regieassistenz wurden von ehemaligen Schülerinnen übernommen.

von Sophia Heyrichs

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