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Marburg Eine ganz, ganz große Vielfalt
Marburg Eine ganz, ganz große Vielfalt
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20:43 30.06.2010
Dr. Gerhard Pätzold vor Arbeiten von Esther Dorit Fritzsche und „Band zu ende“ von Daniel Schulz (rechts). Quelle: Christine Krauskopf

Marburg. Eine hervorragende Auswahl hat die Jury für die diesjährige Ausstellung „Kunst in Marburg“ getroffen. Nicht nur, dass die Werke selbst von ausgesprochen hoher Qualität sind, auch ergänzen sie in der Zusammenstellung einander: Fotos, Installationen und Gemälde, Abstraktes und Gegenständliches, Ernstes und Witziges, Graues und Buntes, eine Cowboy-Hose aus Palmrinde und politisch motivierte Seidenstickerei, rauschendes Meer, bezaubernde Tulpen, schimmernde Muscheln, ein Mahl aus Erde und ein menschlicher Papagei, der aus einem Fernsehbildschirm quäkt – so vielfältig ist Kunst in Marburg und so anregend.

„Wir haben uns bei der Auswahl nur an der Kunst orientiert, nicht am Lebenslauf des Künstlers“, berichtete Dr. Sigrid Popp beim gestrigen Pressegespräch. Sie, Wolf-Dieter Gabrian, Dr. Harald Kimpel, Dr. Gerhard Pätzold und Norbert Städele bildeten die Jury. 126 Künstler hatten sich mit insgesamt 370 Arbeiten beworben. 138 Beiträge von 75 Künstlern sind ab Freitag in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins zu sehen. Ein gutes Drittel ist zum ersten Mal dabei.

Seit 2000 zeigt der Kunstverein im Abstand von zwei Jahren Werke von Künstlern aus Marburg und dem Landkreis. Das Niveau sei bei den Ausstellungen „Kunst in Marburg“ gleichbleibend hoch, urteilte der Vorsitzende des Kunstvereins, Dr. Gerhard Pätzold. Dass so viele Menschen in Marburg und im Landkreis künstlerisch arbeiten, erklärt er mit den Möglichkeiten, sich künstlerisch zu bilden. Als Beispiele nannte er das Atelier von Christine Dahrendorf im Schwanhof, die Volkshochschule, die Sommerakademie und natürlich das Institut für Bildende Kunst (früher Grafik und Malerei) der Universität.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog – den Sponsoren der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, der ART Regio und der Stadt Marburg sei Dank.

Die Vernissage beginnt am Freitag, 2. Juli, mit einer Einführung der Kunsthistorikerin Sigrid Popp. Die Öffnungszeiten der Ausstellung bis zum 12. August dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen finden jeden Samstag ab 16 Uhr statt.

von Christine Krauskopf

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