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Eine Liebeserklärung an das Kino

Kino Eine Liebeserklärung an das Kino

Was kommt dabei heraus, wenn ein Altmeister des Kinos ein Kinderbuch verfilmt? Ein Märchen, das auch Erwachsene verzückt. Die Besucher der OP-Sektmatinee am Sonntag waren hingerissen.

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Mit „Hugo Cabret“ entführt Meisterregisseur Martin Scorsese sein Publikum in das be- und verzaubernde Paris der 1930er Jahre.

Quelle: Jaap Buitendijk

Marburg. Mit „Hugo Cabret“, nominiert für elf Oscars, entführt Martin Scorsese die Zuschauer in eine Wunderwelt – und widmet den Pionieren des Films eine zauberhafte Hommage. Die Zeitreise ins Paris der 1930er Jahre, wo Hugo Cabret lebt, beginnt mit einem fantastischen 3-D-Kameraflug durch ein riesiges Uhrwerk. An gigantischen Zahnrädern vorbei saust das Publikum durch einen historischen Bahnhof hindurch, über die Dächer der Stadt hinweg und bis in ihre Straßen hinab, in denen verführerisch die warmen Croissants dampfen und alle Welt Tango tanzt.

Dieses stark romantisierte Parisbild ist die ideale Kulisse für die Verfilmung von Brian Selznicks Bestseller „Die Entdeckung des Hugo Cabret“. Mit dem Kinderthema beschreitet der US-amerikanische Regisseur Martin Scorsese, der im November 70 Jahre alt wird, neue Pfade. Denn der Altmeister des Kinos hat zuletzt vor allem monumentale Historienfilme („Gangs of New York“, „Aviator“) und harte Mafia-Geschichten auf die Leinwand gebracht („Casino“, „Departed - Unter Feinden“).

Aber wenngleich Scorsese hier andere Töne anschlägt, so erzählt er doch auch diesen Film mit viel Spannung. Das ist offenbar ein Erfolgsrezept. Für sein Paris-Märchen wurde er bereits mit einem Golden Globe für die Beste Regie ausgezeichnet, und der Film ist für elf Oscars nominiert. Zu Recht: Mit „Hugo Cabret“ hat Scorsese nicht weniger geschaffen als einen neuen Klassiker.

„Hugo Cabret“ startet am Donnerstag im Cineple.

von Franziska Bossy

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