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Marburg Eine Hommage an einen großen Dichter
Marburg Eine Hommage an einen großen Dichter
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20:27 03.08.2009
Eine Ausstellung widmet sich Schiller. Quelle: Christian Schlüter

Marburg. „Ach mein Schiller, mein herrlicher Schiller“ – dieses melancholische Hölderlin-Zitat führte am Samstag in eine Hommage für Johann Christoph Friedrich von Schiller ein, der vor 250 Jahren geboren wurde. Ellen Bittmann und Uli Düwert widmen sich in dem historischen Gemäuer mit „Schiller-Kolossal“ dem großen deutschen Dichter, indem sie einen Ritt durch dessen Biografie unternehmen: Seine widrigen Jugendjahre, geprägt von Disziplin und militärischem Drill, werden dabei ebenso angesprochen, wie einschneidende Krankheitserfahrungen.

Und auch seine vielseitigen Begabungen und Interessen für Dichtung, Theater, Philosophie und Geschichte finden Berücksichtigung. „Der Eros war für Schiller vor allem eine geistige Kraft“, sagt Ellen Bittmann und berichtet von Schillers Entwicklung und Kontakten zu Geistesgrößen seiner Zeit, insbesondere zu Goethe. Das Schaffen Schillers sei nach dessen Tod im Jahre 1805 zu „einer Fundgrube für Archäologen des menschlichen Geistes geworden“, urteilt Düwert. Zu sehen sind Plakate von 1913 bis 1975, Prachtausgaben der Bücher, Selbstdarstellungen, Bühnenfotos aus den 1950er Jahren und Aufnahmen aus Schillers Geburtshaus in Marbach am Neckar.

Außerdem haben Ellen Bittmann und Uli Düwert eigene Impressionen zu einem Fotoroman verarbeitet. Zur Vernissage spielte das Duo Schillers berühmte und spannende Szene aus „Willhelm Tell“, der Schuss durch den Apfel, nach. Die Ausstellung ist bis zum 6. September samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Marburger Wasserscheide, Wettergasse 40, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

von Christian Schlüter