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Eine Familie singt für Familien

Die Kellys in Marburg Eine Familie singt für Familien

Die Stadthalle war nicht vollbesetzt, doch es mag sich so angehört haben, als wäre sie es. Denn Angelo und Kira Kelly mit Kindern begeisterten ihr Marburger Publikum.

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Während der Show waren Foto- und Filmaufnahmen strikt untersagt sind, zum Schutz der Kinder von Angelo und Kira Kelly. Nach dem Konzert nahm sich Angelo Kelly ausführlich Zeit für seine Fans – und dabei war Fotografieren erlaubt.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Die Stadthalle war etwas zu groß für den Auftritt von Angelo Kelly, schreibt er selbst in seinem „Off Road“-Tourtagebuch auf Facebook, aber er hat auch recht mit der Wahrnehmung, dass die etwa 150 Besucher so laut jubelten und mitsangen, dass es sich anhörte, als sei die Halle voll.

Begeistert begrüßten die Fans „ihren“ Angelo, der in brauner Hose, brauner Weste, weißem Hemd und mit Kappe die Bühne betrat und als erstes das ruhige Stück „Stay like a child“ zur Gitarre anstimmte. Er freue sich, wieder einmal in Marburg zu sein, das er mit zwölf Jahren erstmals und seitdem ziemlich oft besucht habe. „Ich kenne die Stadt wahrscheinlich besser als manche von euch“, behauptet er und liegt wohl nicht falsch damit. Immerhin sind die Konzertbesucher bis aus Siegen angereist, um den Singer/Songwriter zu hören, den Etliche für den besten Sänger der Kelly Family halten.

Das Publikum ist überwiegend weiblich, es sind auch etliche Kinder darunter, die sich vorne direkt vor der Bühne tummeln, im Laufe des Abends auch davor zu tanzen beginnen, wie später die Erwachsenen auch, und schließlich den Bühnenrand besetzen.

Es ist ein Konzert von einer Familie für Familien – und es geht ums Familienleben. Die erste Strophe des fünften Liedes singt der älteste Sohn, der elfjährige Gabriel, der ähnlich gekleidet die Bühne betritt, begleitet von seinem Vater. „Oh Danny Boy“ sei auch einst das erste Lied gewesen, das Angelo als Solist vorgetragen habe.

Dann kommen auch die zehnjährige Helen, die sechsjährige Emma und Ehefrau Kira mit dem knapp zweijährigen Joseph auf dem Arm hinzu und stimmen ein. „Go, tell it on the mountain“ und „We shall overcome“ singen alle gemeinsam, während der kleine Joseph immer wieder zu den im Hintergrund aufgebauten Instrumenten stapft und von der Mutter eingefangen wird. Aber schließlich wird auch sein eigenes Mikrofon eingeschaltet und er sagt „Hallo Marburg“. Mit „In the evening“ besingt die Familienband „a peaceful home“, ein friedliches Heim, welches sie sich wünsche, aber damit ist sicher nicht ein leises Heim gemeint: mit einer temperamentvollen, lustig choreographierten Samba-Session, von Angelo vom Schlagzeug aus dirigiert, geht es in die Pause.

Seit zwanzig Jahren schreibe er bereits Liebeslieder für seine Frau, die er mit zehn kennen lernte, ein neueres, „You should know“, singt Angelo, nun mit Hut, nach der Pause. Es folgen noch einige Stücke mit den Kindern, die dann ins Bett müssen, sowie einige Duette mit Kira, die auch Keyboard spielt und über eine schöne klare, Angelos warmen, vollen Gesang gut ergänzende Stimme verfügt.

Nach dem zweistündigen Konzert nahm sich Angelo Kelly viel Zeit für seine Fans. Über eine Stunde lang gab er Autogramme, posierte für zahlreiche gemeinsame Fotos und redete mit ihnen.

von Manfred Schubert

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