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Marburg Eine Bühne für Unfertiges
Marburg Eine Bühne für Unfertiges
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21:19 04.05.2010
Oliver Horton, Inga Berlin und Hanke Wilsmann. Quelle: Christine Krauskopf

Marburg. Einmal pro Monat sollen junge Schauspieler, Stückeschreiber, Regisseure und auch Komiker ihre Ideen und Stückfragmente öffentlich zeigen und zur Diskussion stellen.

Vorstellbar sind Pantomime, Szenenentwürfe, Monologe und auch Publikumsbeschimpfungen, erklären Hanke Wilsmann, Oliver Horton, Falk Rößler und Ferdinand Klüsener. Alle vier studieren in Gießen Angewandte Theaterwissenschaften. Sie arbeiten für das Projekt mit der Marburger Gruppe „Theater GegenStand“ zusammen.

„Es wird keine durchmoderierte Gala sein“, kündigt Hanke Wilsmann im Pressegespräch an. Sie nehmen die Anmeldungen entgegen und legen die Reihenfolge fest. Ein bisschen soll das Ganze an einen Poetry-Slam ohne Bewertung erinnern oder auch an eine öffentliche Probe. Die Zuschauer sind ein Probepublikum, das anschließend Lob und Tadel anbringen kann. Die Akteure können schon am Anfang einer Produktion testen, ob ihre Ideen bei den Zuschauern ankommen.

Für die Premiere am 21. Mai ist der Studentin die erste Parole „Drei Löffel Zucker“ eingefallen – beim Frühstück. Die Akteure können die Parole aufnehmen, müssen es aber nicht. Anmeldeschluss ist drei Tage vor der Vorstellung. Auf der Bühne II der Waggonhalle können Licht und Ton eingerichtet werden.

Die Organisatoren wollen ein Experimentierfeld schaffen und die Gießener Theaterwissenschaften unter ihrer „Glocke“ hervorholen. In Gießen sind die Aufführungsmöglichkeiten begrenzt, „Theater GegenStand“ bietet die passende Infrastruktur. „Und für uns ist das Projekt interessant, weil wir mehr Kooperationspartner finden“, sagt Inga Berlin vom Marburger „Theater GegenStand“. Der Kontakt kam über den Kurzdramenwettbewerb zustande.

Mit einem Auftritt soll es nicht getan sein. „Wir möchten die Künstler auch weiterhin begleiten“, sagt Hanke Wilsmann.

Die Bühne 2 der Waggonhalle ist etwa vier mal vier Meter groß und bietet etwa 40 Zuschauern Platz. Wer mag, kann auch den Hof der Waggonhalle miteinbeziehen. Ein Auftritt sollte maximal 10 bis 15 Minuten lang sein.

Anmeldungen bitte bis zum 18. Mai an parole.marburg@googlemail.com. Der Eintritt für Zuschauer soll 2 Euro kosten.

von Christine Krauskopf

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