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Marburg Ein weltweiter Exportschlager
Marburg Ein weltweiter Exportschlager
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21:37 08.02.2012
Anne Gaffrontke (von links), der Sprayer Christoph Schnerr, Karin Stichnothe-Botschafter und Professorin Marita Metz-Becker haben gemeinsam die Grimm-Ausstellung im Haus der Romantik vorbereitet. Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Finstere Wälder, Wölfe, mörderische Stiefmütter, runzlige alte Hexen, schöne Prinzessinnen, reiche Prinzen oder sprechende Tiere – sie alle bevölkern die Märchenwelt der Brüder Grimm. Am 20. Dezember 1812 erschien der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“. Bis heute schöpfen Künstler, Psychologen, Autoren, Wissenschaftler und zuletzt vor allem die Traumfabrik Hollywood aus dem reichen Fundus der Märchenfiguren.

Grimms Märchen sind ein weltweiter Exportschlager. Seit 200 Jahren. Noch heute kennt hierzulande fast jedes Kind Märchen wie „Rotkäppchen und der Wolf“,  „Der gestiefelte Kater“, „Aschenputtel“ oder „Hänsel und Gretel“.

„In den Märchen passiert viel, sie sind bunt, schillernd, gefährlich. Sie gehen meist gut aus, am Ende ist die Welt wieder in Ordnung. Das Gute siegt, das Böse unterliegt“, fasst Professorin Marita Metz-Becker vom Haus der Romantik die Faszination der alten Märchen zusammen.

200 Jahre Kinder- und Hausmärchen sind Grund genug für die Stadt Marburg, den großen „Söhnen“ der Stadt ein Themenjahr zu widmen: „7 auf einen Streich“. Wie Marburg erinnern auch die Grimmstädte Steinau, Kassel und Hanau an die Sprachwissenschaftler und Märchensammler Jacob (1785 – 1863) und Wilhelm Grimm (1786 – 1859).

Eingebettet in das Themenjahr ist auch die Ausstellung „200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“, die am Freitag um 19 Uhr im Haus der Romantik am Markt 16 von Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach und der Gastgeberin Marita Metz-Becker eröffnet wird. Sie ist bis zum 19. April zu sehen; geöffnet Dienstag bis Sonntag von 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

von Uwe Badouin

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